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Nachbericht Wahlener Plattenrally 2009 | Drucken |
Geschrieben von Karin WEDIG   
Mittwoch, 17 Juni 2009
rallynad1.jpgRitt zur und an der Wahlener Plattenrally

( BILDER hier...)
 
06.06. Frauenpower
Endlich mal wieder zusammen etwas unternehmen.
So dachten wir, 4 VFD-Mädels vom „harten Kern“, uns das. Unser letzter gemeinsamer VFD-Ritt dürfte... 

schon gute 15 Jahre her sein. Deshalb haben wir uns am 06.06.09 in Haustadt bei Pia verabredet, um die Ponys, mit denen unsere Kinder auf der Plattenrally teilnehmen wollten, nach Wahlen zu bringen.

Gesagt – Getan

Bevor wir uns über die dicken Regenwolken am Samstagmorgen Gedanken machen konnten, (und vor allem bevor Pia anrufen konnte, dass es in Haustadt regnet) wurde also schnell unser alter Campingbus aus der Scheune gefahren, der Hänger angehängt, die Gäule verladen  und unterwegs in Sarralbe noch Claudia aufgesammelt. Die Kinder waren total aufgeregt, schließlich wollten sie die Nacht auf dem Heuboden mit den anderen Teilnehmern der Rally verbringen. Kaum unterwegs, fielen die ersten Tropfen. Je tiefer wir ins Saarland kamen, je dunkler wurde der Himmel. Was uns jedoch nicht von unserem Vorhaben abhielt. Doch kaum in Haustadt angekommen, klarte es auf.
Kurz nach 14 Uhr sind wir dann relativ zeitgleich mit Marianne, Peter samt Kindern und Anja mit Tochter Anabelle bei Pia eingetroffen:
Dort war bereits eine leckere Brotzeit gerichtet. Gut gestärkt und nachdem wir die Anhänger und meine beiden Töchter (als Arbeitskräfte) in Wahlen „deponiert“ hatten, ging es los.
Marianne mit Isi Eldur, Anabelle mit Pony Mäxchen, Claudia mit unserem Hafi Nilan,  Pia mit ihrem Deutschen Reitpony Vulcan und ich mit Fjord-Mix Navajo.
Wenn Englein reiten, lacht der Himmel.
Bald wurden die ersten Jacken am Sattel befestigt. Optimales Reitwetter. Nicht zu heiß, schön trocken, so ganz ohne lästige Mücken. In gutem Schritt-Tempo ging es dann erst mal von Haustadt durch Feld und Wald nach Honzrath über den Treffpunkt-Parkplatz des Pony-Express-Rittes in Richtung Honzrather-Rennbahn. Plötzlich merkte unser Hafi Nilan, dass er in seinem alten heimatlichen Gelände ist und zack-zack ging ein Ohr nach dem anderen vor und er wurde wach. Wer die Honzrather Rennbahn kennt, der weiß, dass man ihr fast nicht widerstehen kann. So steigerten wir das Tempo aus flottem Trab dann auch, immer mit Rücksicht auf unsere tapfere 10-jährige Reiterin Anabelle, zu einem gemütlicher Auf-Galopp.
Weiter ging es über herrliche Wege Richtung Reimsbach. Manche Wege musste man zwar etwas länger suchen, aber letztendlich haben wir doch alle Wege gefunden. Durch Reimsbach und den angrenzenden Wald dann erst mal auf dem Höhenrücken vor Wahlen wurden wir mit einem herrlichen Ausblick belohnt.
Es war wieder ein schöner Ritt wie in alten Zeiten. Die Pferde und Reiter bildeten eine gute kleine einheitliche Truppe. Wir hatten richtig viel Spaß. Für die gesamte Strecke in unserem sehr gemäßigten Tempo haben wir insgesamt doch etwas über 3 Stunden gebraucht. 
Ein Lob nochmals an unsere jüngste Mitreiterin, für die es der erste „Wanderritt“ war und die ganz unauffällig und selbständig mit ihrem sehr lebhaften Mäxchen, der es faustdick hinter den Ohren hat, die Strecke bewältigte.
In Wahlen hatten mittlerweile die Männer unsere Paddocks aufgebaut.
Was ein Service.
Nachdem die Pferde versorgt auf dem Grünen standen, konnten auch wir uns den kulinarischen Genüßen von 20 kg Kartoffelsalat und Non-Stop-Schwenker vom Schwenkmeister Willi widmen. Verhungert ist in Wahlen bekanntlicher Weise noch Niemand.
Unsere Mädels machten es sich zwischenzeitlich im Heulager der Lehmbachranch gemütlich, um dann in den frühen Morgenstunden endlich für ganz kurze Zeit in die Schlafsack-Traumwelt zu verschwinden.

07.06.09 Wahlener Plattenrally
Der Sonntagmorgen weckte uns kalt und nass. Doch als alte VFD-Hasen schreckt uns das ja nicht ab. Wer früher im Frischluft-Heulager der Bluefire-Ranch an Sylvester übernachten konnte, der ist abgehärtet.
Unsere Kinder waren zwar etwas müde, jedoch guter Dinge und leider mutig genug, die Regenhosen zuhause zu lassen.
So starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 10.30 Uhr auf die Strecke der Plattenrally.
Aufgeregt saßen die Mädels mit ihren Rally-Wertungskarten und einer Streckenkarte bestückt, auf ihren Ponys. Pias Sohn Daniel begleitete uns mit dem Fahrrad. Noch nicht ganz aus dem Ort schien die Welt unterzugehen. Regen peitschte uns entgegen. Das Gehen viel sichtlich schwer, aber man kämpft sich langsam den Wahlener Berg nach oben. Einige Teilnehmer mussten wegen dem wirklich zu starken, anhaltenden Regen und dem kalten Wind leider frühzeitig abbrechen. Andere standen dicht in die Hecken gedrängt am Wegesrand um wenigstens etwas Schutz zu haben.
Die Spiele auf der Strecke waren super ausgewählt und haben den Kindern sehr viel Spaß bereitet.
Am ersten Stop mussten die Kinder einen Geschicklichkeitsparcour mit einem Luftballon zwischen den Beinen bewältigen. Das zweite Spiel an diesem Stop wurde abgebrochen, da das Wasser von oben kein Ende zu nehmen schien. Es hieß: Strümpfe sortieren. Aber wie man das Team der Lehmbergranch kennt, durfte das Spiel am Ziel nachgeholt werden. Dieses Spiel war bei uns Müttern etwas umstritten. Sollte hier die Geschicktlichkeit der Kinder getestet werden oder steckt da das Jugendamt dahinter um zu prüfen, welche Kid’s zu Hause zur Kinder-Haushalts-Arbeit gezwungen werden. Ganz klar waren wir uns nicht.
Doch der beste Gedanke kam von Joelle Remark und ich schließe mich gerne diesem Vorschlag an:
Im nächsten Jahr darf jede Mama einen Korb voll Wäsche mitbringen, mal sehen, welches Kind die faltenfrei bügeln kann und schwupps, ist das Wochenende gerettet.
Joelle's Tochter Julia war übrigens mit 8 Monaten jüngste Teilnehmerin der Rally.
Mittlerweile setzen wir unsere Wanderung fort und kamen zügig, wenn auch klatschnass, zum zweiten Stop. Der hatte es in sich. Hier war eine ruhige Hand gefragt. Metall-Krampen mussten von einer Schnur auf die andere mit Hilfe einer langen Zange befördert werden. Ausserdem wurde nach Ü-Eiern mit unterschiedlichen Punktezahlen geangelt.
Ich muss beide Stop-Teams wirklich bewundern, die stundenlang im kalten Wetter unendlich geduldig mit den Kindern ihre Spiele machten.
Trotz dass unsere Kinder mittlerweile durchnässt waren und kalt hatten, haben sie freiwillig bis zum Schluss durchgehalten. Die letzten Fragen, die den Weg säumten wurden von den Mamas im Kopf gemerkt und die Antworten am Ziel dann von den Kids in die Wertungskarten übertragen. Ein Auspacken der Karten auf der Strecke machte der Dauerregen fast unmöglich.
Nachdem die Pferde abgesattelt und in Regendecken eingepackt auf ihren Padocks standen, erwartete die Kinder noch jede Menge Spaß und Spiele und die Eltern einiges Gegrilltes und leckerer Kuchen. 
Am späten Nachmittag fand dann die Siegerehrung statt und jedes Kind bekam noch eine Present sowie eine kleine Urkunde samt Medaille.
Es war mal wieder eine wunderschöne gelungene Veranstaltung von Rita Scherer und ihrem Team der Lehmbergranch.
Es steckt viel Arbeit in solch einem Event und es ist schade, wenn der Wettergott dann nicht mitspielt. Aber es hat uns Allen eine Menge Spaß gemacht und unsere Kinder sind eindeutig der Meinung:
Wir kommen nächstes Jahr wieder….. und wenn es noch so regnet und stürmt!

Gesagt - Getan

Gemeldet waren insgesamt 47 Kinder, 41 sind trotz Regen gestartet
Sieger der Kinder bis einschl. 8 Jahren waren:
1. Therese Seiwert, 7 Jahre
2. Amely Trampert, 5 Jahre
3. Lena Thiel, 8 Jahre
 
Kinder bis einschl. 14 Jahre
1. Philipp Scherer, 12 Jahre
2. Florian Seiwert, 11 Jahre
3. Christopher Neises, 12 Jahre
 
Jüngste Teilnehmerin war Julia Remark mit 8 Monaten. Bei den kleinen Kids dürfen die Eltern helfen oder selber spielen, was dann aber nur die halbe Punktzahl in der Wertung ergibt.
(Nachtrag von Rita Scherer; VFD-Veranstalterin)

 
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