Ritt zur und an der Wahlener Plattenrally
( BILDER hier...)
06.06. Frauenpower
Endlich mal wieder zusammen etwas unternehmen.
So dachten wir, 4 VFD-Mädels vom „harten Kern“, uns das. Unser letzter gemeinsamer VFD-Ritt dürfte...
schon gute 15 Jahre her sein. Deshalb haben wir uns am 06.06.09 in
Haustadt bei Pia verabredet, um die Ponys, mit denen unsere Kinder auf
der Plattenrally teilnehmen wollten, nach Wahlen zu bringen.
Gesagt – Getan
Bevor wir uns über die dicken Regenwolken am Samstagmorgen Gedanken
machen konnten, (und vor allem bevor Pia anrufen konnte, dass es in
Haustadt regnet) wurde also schnell unser alter Campingbus aus der
Scheune gefahren, der Hänger angehängt, die Gäule verladen und
unterwegs in Sarralbe noch Claudia aufgesammelt. Die Kinder waren total
aufgeregt, schließlich wollten sie die Nacht auf dem Heuboden mit den
anderen Teilnehmern der Rally verbringen. Kaum unterwegs, fielen die
ersten Tropfen. Je tiefer wir ins Saarland kamen, je dunkler wurde der
Himmel. Was uns jedoch nicht von unserem Vorhaben abhielt. Doch kaum in
Haustadt angekommen, klarte es auf.
Kurz nach 14 Uhr sind wir dann relativ zeitgleich mit Marianne, Peter
samt Kindern und Anja mit Tochter Anabelle bei Pia eingetroffen:
Dort war bereits eine leckere Brotzeit gerichtet. Gut gestärkt und
nachdem wir die Anhänger und meine beiden Töchter (als Arbeitskräfte)
in Wahlen „deponiert“ hatten, ging es los.
Marianne mit Isi Eldur, Anabelle mit Pony Mäxchen, Claudia mit unserem
Hafi Nilan, Pia mit ihrem Deutschen Reitpony Vulcan und ich mit
Fjord-Mix Navajo.
Wenn Englein reiten, lacht der Himmel.
Bald wurden die ersten Jacken am Sattel befestigt. Optimales
Reitwetter. Nicht zu heiß, schön trocken, so ganz ohne lästige Mücken.
In gutem Schritt-Tempo ging es dann erst mal von Haustadt durch Feld
und Wald nach Honzrath über den Treffpunkt-Parkplatz des
Pony-Express-Rittes in Richtung Honzrather-Rennbahn. Plötzlich merkte
unser Hafi Nilan, dass er in seinem alten heimatlichen Gelände ist und
zack-zack ging ein Ohr nach dem anderen vor und er wurde wach. Wer die
Honzrather Rennbahn kennt, der weiß, dass man ihr fast nicht
widerstehen kann. So steigerten wir das Tempo aus flottem Trab dann
auch, immer mit Rücksicht auf unsere tapfere 10-jährige Reiterin
Anabelle, zu einem gemütlicher Auf-Galopp.
Weiter ging es über herrliche Wege Richtung Reimsbach. Manche Wege
musste man zwar etwas länger suchen, aber letztendlich haben wir doch
alle Wege gefunden. Durch Reimsbach und den angrenzenden Wald dann erst
mal auf dem Höhenrücken vor Wahlen wurden wir mit einem herrlichen
Ausblick belohnt.
Es war wieder ein schöner Ritt wie in alten Zeiten. Die Pferde und
Reiter bildeten eine gute kleine einheitliche Truppe. Wir hatten
richtig viel Spaß. Für die gesamte Strecke in unserem sehr gemäßigten
Tempo haben wir insgesamt doch etwas über 3 Stunden gebraucht.
Ein Lob nochmals an unsere jüngste Mitreiterin, für die es der erste
„Wanderritt“ war und die ganz unauffällig und selbständig mit ihrem
sehr lebhaften Mäxchen, der es faustdick hinter den Ohren hat, die
Strecke bewältigte.
In Wahlen hatten mittlerweile die Männer unsere Paddocks aufgebaut.
Was ein Service.
Nachdem die Pferde versorgt auf dem Grünen standen, konnten auch wir
uns den kulinarischen Genüßen von 20 kg Kartoffelsalat und
Non-Stop-Schwenker vom Schwenkmeister Willi widmen. Verhungert ist in
Wahlen bekanntlicher Weise noch Niemand.
Unsere Mädels machten es sich zwischenzeitlich im Heulager der
Lehmbachranch gemütlich, um dann in den frühen Morgenstunden endlich
für ganz kurze Zeit in die Schlafsack-Traumwelt zu verschwinden.
07.06.09 Wahlener Plattenrally
Der Sonntagmorgen weckte uns kalt und nass. Doch als alte VFD-Hasen
schreckt uns das ja nicht ab. Wer früher im Frischluft-Heulager der
Bluefire-Ranch an Sylvester übernachten konnte, der ist abgehärtet.
Unsere Kinder waren zwar etwas müde, jedoch guter Dinge und leider mutig genug, die Regenhosen zuhause zu lassen.
So starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 10.30 Uhr auf die Strecke der Plattenrally.
Aufgeregt saßen die Mädels mit ihren Rally-Wertungskarten und einer
Streckenkarte bestückt, auf ihren Ponys. Pias Sohn Daniel begleitete
uns mit dem Fahrrad. Noch nicht ganz aus dem Ort schien die Welt
unterzugehen. Regen peitschte uns entgegen. Das Gehen viel sichtlich
schwer, aber man kämpft sich langsam den Wahlener Berg nach oben.
Einige Teilnehmer mussten wegen dem wirklich zu starken, anhaltenden
Regen und dem kalten Wind leider frühzeitig abbrechen. Andere standen
dicht in die Hecken gedrängt am Wegesrand um wenigstens etwas Schutz zu
haben.
Die Spiele auf der Strecke waren super ausgewählt und haben den Kindern sehr viel Spaß bereitet.
Am ersten Stop mussten die Kinder einen Geschicklichkeitsparcour mit
einem Luftballon zwischen den Beinen bewältigen. Das zweite Spiel an
diesem Stop wurde abgebrochen, da das Wasser von oben kein Ende zu
nehmen schien. Es hieß: Strümpfe sortieren. Aber wie man das Team der
Lehmbergranch kennt, durfte das Spiel am Ziel nachgeholt werden. Dieses
Spiel war bei uns Müttern etwas umstritten. Sollte hier die
Geschicktlichkeit der Kinder getestet werden oder steckt da das
Jugendamt dahinter um zu prüfen, welche Kid’s zu Hause zur
Kinder-Haushalts-Arbeit gezwungen werden. Ganz klar waren wir uns nicht.
Doch der beste Gedanke kam von Joelle Remark und ich schließe mich gerne diesem Vorschlag an:
Im nächsten Jahr darf jede Mama einen Korb voll Wäsche mitbringen, mal
sehen, welches Kind die faltenfrei bügeln kann und schwupps, ist das
Wochenende gerettet.
Joelle's Tochter Julia war übrigens mit 8 Monaten jüngste Teilnehmerin der Rally.
Mittlerweile setzen wir unsere Wanderung fort und kamen zügig, wenn
auch klatschnass, zum zweiten Stop. Der hatte es in sich. Hier war eine
ruhige Hand gefragt. Metall-Krampen mussten von einer Schnur auf die
andere mit Hilfe einer langen Zange befördert werden. Ausserdem wurde
nach Ü-Eiern mit unterschiedlichen Punktezahlen geangelt.
Ich muss beide Stop-Teams wirklich bewundern, die stundenlang im kalten
Wetter unendlich geduldig mit den Kindern ihre Spiele machten.
Trotz dass unsere Kinder mittlerweile durchnässt waren und kalt hatten,
haben sie freiwillig bis zum Schluss durchgehalten. Die letzten Fragen,
die den Weg säumten wurden von den Mamas im Kopf gemerkt und die
Antworten am Ziel dann von den Kids in die Wertungskarten übertragen.
Ein Auspacken der Karten auf der Strecke machte der Dauerregen fast
unmöglich.
Nachdem die Pferde abgesattelt und in Regendecken eingepackt auf ihren
Padocks standen, erwartete die Kinder noch jede Menge Spaß und Spiele
und die Eltern einiges Gegrilltes und leckerer Kuchen.
Am späten Nachmittag fand dann die Siegerehrung statt und jedes Kind
bekam noch eine Present sowie eine kleine Urkunde samt Medaille.
Es war mal wieder eine wunderschöne gelungene Veranstaltung von Rita Scherer und ihrem Team der Lehmbergranch.
Es steckt viel Arbeit in solch einem Event und es ist schade, wenn der
Wettergott dann nicht mitspielt. Aber es hat uns Allen eine Menge Spaß
gemacht und unsere Kinder sind eindeutig der Meinung:
Wir kommen nächstes Jahr wieder….. und wenn es noch so regnet und stürmt!
Gesagt - Getan
Gemeldet waren insgesamt 47 Kinder, 41 sind trotz
Regen gestartet
Sieger der Kinder bis einschl. 8 Jahren
waren:
1. Therese Seiwert, 7 Jahre
2. Amely Trampert, 5 Jahre
3. Lena Thiel, 8 Jahre
Kinder bis einschl. 14 Jahre
1. Philipp Scherer, 12 Jahre
2. Florian Seiwert, 11 Jahre
3. Christopher Neises, 12 Jahre
Jüngste Teilnehmerin war Julia Remark mit 8
Monaten. Bei den kleinen Kids dürfen die Eltern helfen oder selber spielen, was
dann aber nur die halbe Punktzahl in der Wertung ergibt.
(Nachtrag von Rita Scherer;
VFD-Veranstalterin)
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