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Nachbericht : Federweisseritt 2009 |
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Geschrieben von Karin Wedig
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Montag, 12 Oktober 2009 |
Hazembourg: 6:40 Uhr, die Sonne geht langsam auf, die Pferde ahnen noch nichts böses
Hazembourg: 6:45 Uhr, die Pferde werden eingefangen
Hazembourg: 6:50 Uhr Thomas und Joelle mühen sich mit den Transportgamaschen
Hazembourg: 6:57 Uhr, Thomas wird langsam ungeduldig, schließlich muss er zur Arbeit
Hazembourg: 6:59 Uhr, Hafi will nicht in den Hänger
Hazembourg: 7:00 Uhr „
Hazembourg: 7:01 Uhr „
Hazembourg: 7:02 Uhr „…………………………………..
Hazembourg: 7:10 Uhr Pferde sind verladen, AUF GEHT’S………………..
Zum Federweiße Ritt der VFD-Saar
Der offizielle Start sollte erst am nächsten Tag sein. Aber ein Teil der Truppe (Kerstin, Christa, Pia, Christiane, Jürgen und Moi) hat sich entschlossen noch einen weiteren Wanderreittag vorne anzuhängen.
So trafen sich 3 Gespanne beladen mit jeweils 2 Gäulchen in Silwingen auf dem Heidwaldhof bei schönstem Reitwetter.
Schnell wurden die Pferde ausgeladen, gesattelt und erst mal auf dem Hof geparkt. Ein Teil der Reiter fuhr die Gespanne mit Geschwindigkeit „Tempo Jürgen“ nach Orscholz zum Bärenfelshof vor, um dann wieder mit dem Tross-PKW zurück nach Silwingen zu düsen.
Dort wurden noch schnell Proviant-Stullen geschmiert, mit Sekt angestoßen und auf ging’s………. Auf jeden Fall mal 100 Mtr. weit bis in den nächsten Waldweg hinein. Dann die erste Schikane, denn der Wald lag auf dem Boden. Der Leitspruch von Jürgen „Ich geh mal gucken“ sollte uns an diesem Tag noch oft zu hören sein.
Auf zum Teil sehr schönen Wegen begannen wir uns dem Ziel immer ein Stückchen zu nähern. Herrliche Weg entpuppten sich leider all zu häufig als Sackgassen. Die Tour stellte unsere Allround-Partner auf 4-Hufen sehr oft auf die Probe. Breite, schöne Wege, die in Trampelpfade übergingen und letztendlich mit tiefhängenden Ästen, dichtem Gehölz oder eng-aneinanderstehenden Bäume die den Zutritt auf die großen Wege versperrte endeten. Doch „Wir machten den Weg frei“ !
Und so kamen wir immer wieder auf weiteren schönen Strecken und dem Spruch „Ich geh mal gucken“ dem Ziel entgegen. Dank des guten Wetters, einer wirklich harmonischen Reitgruppe und absolut geländetauglichen Pferde kamen wir am frühen Nachmittag alle gut gelaunt in Orscholz an. Aus den errechneten 18 km wurden dann auf Jürgens GPS 25 km.
Die Pferde, die teilweise schon gut Winterfell hatten, waren bei diesen Temperaturen klatschnass geschwitzt. Schnell waren alle Paddocks aufgebaut. Natürlich wurde von mir mit vollem Körpereinsatz geprüft, ob auch Strom auf dem Zaun ist ? (es war Saft drauf !)
Ich möchte mich hier nochmals bei Pia bedanken, die unseren Hafi auf dieser Strecke geritten hat und mir somit einen Tag mit Handpferd erspart wurde.
Leider musste Christiane uns für diesen Abend kurz verlassen um Opapferd Oscar zuhause zu versorgen. So ließen wir den Abend gemütlich und/aber ohne Chefin beim Pizzaessen ausklingen.
Tag 2:
Am nächsten Morgen trafen Marianne, Pia und Heike mit ihren Pferden pünktlich auf dem Hof ein. Meine Tochter Céline kam schon am Vorabend mit Papa (unser Trossfahrer) und Schwester Joelle (ungeplante Ersatzreiterin) an. Hafi Nilan hatte also seine Reiterin Celine wieder. Somit waren wir jetzt komplett.
Nachdem wiederum die Gespanne ans Ziel kutschiert wurden, konnten wir am späten Vormittag zum Sternritt nach Ayl zu den Satteltramps aufbrechen.
Herrliche Wege entlang der Leuk gesäumt von den gewaltigen Felsformationen der Kollesleuker Schweiz versüßten uns den Ritt. Da ich im heimatlichen Reitgelände nicht gerade verwöhnt bin, war es einfach ein Genuss, auf solch wundervollen Wegen zu reiten. Die Gruppe hatte ein sehr gutes einheitliches Tempo. Wir kamen dementsprechend zügig und stressfrei voran.
Mitten auf der Strecke an einem riesigen Parkplatz erwartete uns mein Mann Thomas, Joelle und Pias Mann Heiko mit dem Trossfahrzeug. Jetzt konnten wir uns alle erst mal mit Wurst- und Käsesemmeln stärken. Nachdem wir von der Parkplatz-Eigentümerin belehrt wurden, dass Mann (Frau, Pferde) sich auf Privatgelände befand, sorgten wir auch dafür, dass ja kein Krümelchen mehr nach Abritt von uns zu sehen war.
Die Stadtdurchquerung von Saarburg lag vor uns…………………………………………
Doch diese meisterten unsere Pferde so, wie wir es auch von ihnen gewohnt sind ? ? ?
Gemütlich legten wir auch die letzten km zurück, um dann am frühen Nachmittag bei den Satteltramps einzutreffen.
Nach einem leckerfeinen Begrüßungs-Trank und einem sinnvollen Gastgeschenk, dass dieses Jahr aus einer LED-Taschenlampe bestand, konnte Jeder sein vorreserviertes Paddock beziehen. Die Satteltramps hatten gute Vorarbeit geleistet und für die 137 gemeldeten Pferde des Sternrittes jeweils ein Paddock aufgebaut. Es standen Wasserbottiche und –Fässer parat, Heu-Quader zur Genüge und es gab sogar in jedem Paddock einen nagelneuen Wassereimer. Ich möchte hier wirklich ein RIESEN-LOB an die Organisation und die vielen Helfer der Satteltramps richten. Es war alles super organisiert !
Während die komplette Truppe sich zum Relaxen und Kaffeetrinken in unsere Anhänger-Burg zurückzog, bekamen wir gar nicht mit, dass mittlerweile die Polizei auf dem Festplatz mit 2 Bussen und einem Einsatzfahrzeug eintraf und nach Reit-Attentätern die wohl anscheinend durch Saarburg geritten sind, suchten. Hätten sie uns gefragt, hätten wir ihnen vielleicht sogar weiterhelfen können ??? Wer weiß……
Der Tag war ja noch nicht ganz zu Ende. So stärkten wir uns noch mit lecker Braten und lauschten der Band, die bis in die frühen Morgenstunden das Reitervolk auf den Beinen hielt.
Dank unseren neuen (Taschenlampen)-Mikrofonen konnten wir (allen voran unsere Sängerin Pia) mit einer Showeinlage überzeugen und eine Runde „Roten“-Schnappes gesponsert von den Satteltramps entgegen nehmen.
Tag3:
Mit einem heftigen Regenguss begann der Sonntag. Na das kann ja heiter werden; dachte ich noch so eingemummelt unter der Decke.
Und es wurde HEITER.
Schon um 9 Uhr beim Frühstück gab es sommerliche Temperaturen, was nach einem solchen Regenschauer ganz ungewöhnlich ist. Und so blieb es dann auch den ganzen Tag.
Die heutige Runde sollte kürzer ausfallen als an den ersten beiden Tagen. Geplant war ein kleiner Rundritt auf den herrlichen Reitwegen rund um Ayl.
Die Pferde hatten sich über Nacht nochmals gut erholt. Der Trubel des Festes störte sie rein gar nicht. So konnten wir auch den letzten Tag bei herrlichem Wetter und mit tatenfreudigen Pferden beginnen. Die ersten 10 km verliefen problemlos auf schönem Geläuf mit teilweise flottem Tempo. Jedoch hatte Marianne schon vor dem Ritt Probleme im Rücken, welche durch die Übernachtung im Auto noch gefördert wurden. Der letzte Tag setzte ihr dann so stark zu, dass von schmerzfreiem unbeschwerten Reiten nicht mehr die Rede war. Letztendlich ging es gar nicht mehr und da wir ja noch eine kleine Erssatzreiterin im Trossfahrzeug hatten entschieden wir, dass die Gruppe sich am Trosspunkt teilt.
Ein von mir morgens angesetzter Orangen-Baileys stärkte die Reiter für die nächste Etappe. So setzte sich dann, nach kurzer Pause, der Großteil der Truppe zum geplanten Ritt mit einem Stopp an der Greifvogelwarte, an den Weinbergen vorbei, zurück nach Ayl in Trab.
Mein aufgebrachter Navajo musste erst mal beruhigt werden, da Céline und ihr Nilan sich entschieden mit der schnelleren Gruppe den Ritt fortzusetzen und Navajo lauthals und mit Power seinem Freund nachtrauerte.
Ganz stolz bin ich auf unsere Jüngste, die tapfer den kleinen Eldur von Marianne übernahm. Pia, Joelle und ich ritten so nach einer Weile ganz gemütlich (zuerst noch) nach Ayl zurück. Zum Glück hatte Christiane für solche Fälle eine top.Karte in Reserve. So konnten wir uns gut orientieren und auf dem schnellsten Weg das Ziel finden. Joelle, ganz mutig, ging dann doch ein schnelleres Tempo, als ich erwartet hatte. So konnten wir die ca. 5 km in teilweise flottem Trab über die herrlichen Waldwege genießen, an Weinbergen vorbei und durch den idyllischen Ort Ayl, zurück zum Sternreiter-Gelage. Dort gab es selbstverständlich für die unsere jüngste Teilnehmerin der Truppe auch noch ein Sternreiter-Präsent.
Joelle hätte Elti am lieben mit in unseren Hänger gequetscht, aber Marianne lies ihn am Ziel nicht mehr aus den Augen ?
Wenige Zeit später kam dann auch der große Teil unserer Truppe wieder heil am Ziel an.
Ich kann nur sagen:
Es war ein wirklich schönes Wanderreitwochenende, eine super harmonische Truppe. Es hat Spaß mit Euch gemacht, dass Wetter war herrlich, die Pferde haben gut mitgearbeitet. Wie immer, wenn ich mit Reitern der VFD-Saar unterwegs bin:
Einfach klasse !
Bevor ich es noch vergesse:
Herzlichen Glückwunsch an Kerstin Weber, die am Samstag mit ihrem Schecken ihre Geländereiter-Prüfung auf diesem Ritt bestand.
Karin Wedig
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