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Home sweet home oder - der Traum vom eigenen Stall | Drucken |
Geschrieben von Claus Christiane   
Sonntag, 10 Februar 2008
Wer träumt nicht auch davon das Pferd hinterm Haus, keine Nörgeleien oder Vorschriften vom Stallbetreiber, keine monatliche Stallmiete - kurz, das Pferd in Eigenregie der Traum vom eigenen Stall....
Ganz so einfach ist die Sache allerdings auch wieder nicht, wie die Geschichte von Anja, Kerstin und Klaus mit ihren 3 Großpferden und 2 Ponys zeigt.
Als „Neupferde“ Besitzer beschlossen die drei nach einem Jahr Pferdehaltung als Einsteller bei einer Privatperson ihre Pferde lieber in Eigenregie zu halten, weg von zu großer Gruppenhaltung auf zu kleinen Koppeln, weg von  der monatlichen Stallmiete……..aber wie soll das gehen ohne eigenes Land, ohne Koppeln ohne eigenen Stall ???? 
Da die drei aber mit dem Pferdevirus bereits derart infiziert waren, waren sie bereit jede auch noch so große Hürde zu meistern.home_sweet_home1
Es war Ende April und die Wiesen standen bereits in vollem Saft also fuhren sie die nähere Umgebung ab, um nach brachliegenden Wiesen Ausschau zu halten. Durch ausgiebige Recherchen wurden die jeweiligen Besitzer ausfindig gemacht und siehe da, viele waren bereit ihnen ein Stück Land kostenlos zu überlassen. Innerhalb eines Jahres kamen sie auf insgesamt 8 verschiedene Koppeln mit insgesamt 4ha in einem Umkreis von ca.4km. Für jede Koppel musste eine Umzäunung angeschafft werden Jede Wiese musste eingekoppelt, gegebenenfalls freigeschnitten werden. Für die Ponys musste ein extra Paddock erstellt werden damit sie nicht Tag und Nacht auf der „fetten“ Wiese stehen; d.h. im Klartext für die drei nachdem sie endlich Feierabend hatten ging’s in den  Fachmarkt  Koppelstangen  und Stromlitzen kaufen und dann zur Wiese um mit Hammer und Sense bewaffnet den Zaun zu erstellen. Zum Reiten kamen sie dabei allerdings nicht…. höchstens mal wenn die Pferde von einer Koppel zur nächsten umgesetzt werden sollten was ca. alle 2-3 Wochen vorkam. Als der Sommer endlich da war wurde es mit der Arbeit etwas leichter, na ja fast, denn nicht alle Koppeln hatten Wasser und so musste für 5 Pferde täglich eine gehörige Portion Wasser angekarrt werden.
Zum Reiten kamen sie nicht….. Der Sommer ging zu neige und das Gras auf den Koppeln wurde spärlicher, es musste eine Lösung für den nahenden Winter gefunden werden…….Ganz in der Nähe, wo die drei wohnen bot ihnen ein Bekannter einen leerstehenden Stall an in dem er früher mal ein Schwein, mal eine Kuh, mal ein Schaf hielt… und so sah es dort auch aus….viel Zeit und Muskelkraft  musste investiert werden um die Anlage halbwegs für die Pferde bewohnbar zu machen Glücklicherweise lag sie an einem Bachlauf, unglücklicherweise in einem Naturschutzgebiet, so dass der Auslauf sehr begrenzt war. 5 Pferde auf einem kleinen unbefestigten Auslauf in der nähe eines Baches im Winter….da ließen Hautkrankheiten wie Mauke nicht lange auf sich warten, also war intensive Pflege angesagt ….zum Reiten kamen sie nicht……
 
Das nächste Frühjahr kam, die Koppeln mussten kontrolliert werden, aber die arbeit wurde weniger, Wasser musste noch immer geschleppt werden aber immerhin kamen sie jetzt ab und zu zum Reiten……
home_sweet_home Nun naht der nächste Winter und es wurde nach einer neuen Stalllösung gesucht. Bekannte stellten ein Stück brachliegendes, verwildertes Land zur Verfügung. Dies wurde mit einem Bagger gerodet, eine Wasserstelle wurde angelegt ( zum Glück gibt es hier einen Bach). Schon über den ganzen Sommer wurden die Zeitungen gewälzt, in denen es kostenloses Baumaterial wie z. B. Verbundsteine gab, dieses wurde dann in der Freizeit auf Hänger geladen und wieder abgeladen…….zum Reiten kamen sie nicht. Mit den Verbundsteinen wurde eine Bodenplatte gefertigt von ca. 4 x12m darauf kamen 2 Stallzelte der Firma K & K und in die Mitte eine Rundraufe für den Silageballen im Winter. Vor den Stallzelten wird eine weitere Fläche geschottert und gepflastert. so das die Pferde  bei schlechtem Wetter in diesem Winter ein trockenes Paddock als Auslauf  haben.
Zum Reiten kamen sie in letzter Zeit nicht …
Insgesamt wurden bisher ca.5000,- Euro verbraucht. Bei all der vielen Arbeit blieb das Reiten meist auf der Strecke,  aber es wurde jetzt ein solider Grundstock geschaffen und ob es im nächsten Jahr nun auch mit dem Reiten funktioniert hat das werden wir dann in der Ausgabe 2009 berichten.
 
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