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Rundritt zwischen Beckingen und Honzrath mit vielen Einkehrmöglichkeiten

Details

  • unterwegs
Ein schöner Rundritt führt über eine abwechslungsreiche Reitstrecke von 20 Kilometern zwischen Beckingen und Honzrath durch viel Wald, aber auch über offene Landschaft. Auf der Strecke gibt es keine besonders schwierigen Passagen, alle Höhendifferenzen sind für trainierte Pferde auch ohne große Anstrengung im Schritt, Trab oder Canter zu überwinden. Es sind nur einzelne, wenig befahrene Straßen an gut überschaubaren Stellen zu überqueren. Als Startpunkt eignet sich ein Waldparkplatz an der Straße zwischen Beckingen und Düppenweiler. Hier ist genügend Platz zum Abstellen der Gespanne und am Ende des Rittes laden Sitzbänke und Tische noch zu einem Picknick vor der Heimfahrt ein.

Der Abritt erfolgt in nördlicher Richtung und die Straße wird überquert. Auf dem baumbestandenen Alleenweg, der leicht bergan führt, bekommt man gleich Lust auf diese schöne Strecke. An der Nebenstraße biegt man rechts ab. Der uralte, riesige Baum, auf der Karte als Naturdenkmal ausgewiesen, hätte bestimmt viel zu erzählen, doch wir wollen weiter. Ein Naturweg, als Sagenweg ausgeschildert, lässt erahnen, was uns erwartet. Von hier hat man einen schönen Blick auf den bewaldeten Berg „Homerich“ mit rund 330 Metern Höhe, der später umrundet wird. Doch vorher führt der Weg zum Helleschter Bach, dessen Lauf wir in östlicher Richtung folgen. Vor den Fischweihern, auf denen sich Enten und weiße Schwäne tummeln, biegen wir links ab. Fast hat man den Eindruck, dass sich die Enten einen Spaß aus dem Erschrecken der Pferde machen. Mit lautem Schnattern fliegen sie auf – einige Pferde machen große Augen und hopsen zur Seite. Kaum merkbar wird der Bach überquert, dann ein paar Meter nach rechts und gleich wieder links am Waldrand entlang. Ein schöner Weg animiert uns zum schnelleren Reiten, den Pferden steht der Kopf nach einem lockeren Trab und wir lassen sie bergan laufen. Aber nicht zu flott, denn gleich geht’s wieder rechts ab, immer bergan. Nach circa 150 Metern wieder links abbiegen und an der nächsten Spitzkehre scharf nach rechts. Jetzt geht es weiter bergan durch den Mischwald. Große Eichen wiegen ihre Äste im Herbstwind, der auch die Eicheln zu Boden fallen lässt. Unsere gut trainierten Pferde traben frisch bis zum höchsten Punkt des Homerich. Schon geht es über den befestigten Weg leicht bergab bis zur nächsten Spitzkehre, dann im Zick-Zack weiter, unterhalb des Wasserbehälters vorbei in Richtung Osten, später dreht der Weg nach Süd-Ost ab. Besonders schön ist der Mischwald hier im Spätherbst, wenn sich die Blätter der alten Buchen und Eichen goldfarben im Wind wiegen. Hier ist noch richtig alter Baumbestand zu sehen.

Nach einem erneuten Richtungswechsel nach Nord-Ost führt der Weg am Waldrand entlang saftiger Wiesen bis fast zur Straße zwischen Honzrath und Düppenweiler. Doch wir biegen wieder in den Wald ein, wo ein schmaler Naturweg weiter südlich erneut zum Waldrand führt. Wer jetzt schon durstig ist, kann die Strecke kurz verlassen und am Landgasthaus Wilscheider Hof (http://www.wilscheiderhof.de) eine Pause einlegen. Ross und Reiter sind hier herzlich willkommen und am Anbindebalken können die Pferde im Schatten ruhen, während die Reiter im Biergarten sitzen. Müde Häupter können über Nacht ein Zimmer beziehen, denn dem Gasthof ist ein Hotel angegliedert. Wiesen zum Aufbau von Paddocks stellt der Wirt nach Absprache gerne zur Verfügung. Wasser zum Tränken der Pferde ist auch außerhalb der Gaststätte vorhanden. Wir nutzen natürlich die Gelegenheit und legen eine Rast ein. Ganz in der Nähe befindet sich die Wanderreitstation „Gestüt Schlenderhannes“ (http://www.reitsport-schlenderhannes.de/52.html), wo Boxen für die Pferde bereitstehen. Bis zu 6 Reiter finden im Mobilheim ein Plätzchen für die Nacht.

Doch nun zurück zur Strecke, die über offenes Gelände zwischen Wiesen und bewirtschafteten Feldern im Zick-Zack-Kurs leicht bergab bis an den Ortsrand von Düppenweiler führt. Auf der Pferdekoppel toben gerade die Pferde, als wir dort vorbei reiten, das ermuntert unsere noch lange nicht müden Rösser zu ein paar Luftsprüngen. An der Asphaltstraße geht es rechts ab und dann gleich wieder links den Berg hinauf, dann an ein paar Neubauten entlang. Wir überqueren die Straße, die nach Beckingen führt und halten uns rechts. An der Entsorgungsfirma Manstein biegt man links ab, es sieht auf den ersten Blick so aus, als würde man in einen Hof hinein reiten. Aber die Straße geht weiter und führt und auf einem schönen Weg bergab in den Wald, dann an der Auenlandschaft des Kondeler Baches entlang. Schilfbewachsen ist die Aue, viele Vögel finden hier eine Heimat und Meisen und Rotkehlchen zwitschern munter in der Herbstsonne vor sich hin. Gerade so, als würden sie erahnen, dass der Winter fast schon vor der Tür steht. An der nächsten T-Kreuzung verlassen wir diesen Weg und folgen einem Pfad in süd-westlicher Richtung ein Stück durch den Wald, dann am Waldrand entlang, bis ein großer Wanderweg erreicht wird. Diesem folgt man bis zu einem Platz, wo mehrere Wege sternförmig aufeinander treffen. Im 90-Grad-Winkel reiten wir bergab und überqueren den Kondeler Bach. Es gibt eine Furt, in der man bequem ins Bachbett reiten kann und wir nutzen diese Stelle zum Tränken der Pferde. Munter plantschen die Pferde im Bach und freuen sich über die Abkühlung. Gut erfrischt traben wir den breiten Weg bergan bis zum zweiten Abzweig, hier geht es rechts ab. Auf ebenem Geläuf wechseln wir in einen lockeren Canter und freudig geben die Pferde Gas bis zur nächsten Kreuzung, wo wir uns links halten. Wir sind im Dillinger Wald, der viele abwechslungsreiche Wege bietet. Hier ahnt man nichts von der nahen Stadt und der Schwerindustrie zwischen Dillingen und Saarlouis. Nach ca. 300 Metern nimmt man die zweite Abzweigung rechts herum und folgt diesem Weg für ca. 1400 Meter bis zum Wasserturm der "Pachtener Heide", der mittlerweile ein Wahrzeichen von Dillingen ist. Hier kommen wir bald vom befestigten Weg auf einen malerisch schönen Naturweg, der langsam aber stetig bergab ins Kondeler Bachtal führt. Zwischen bewirtschafteten Feldern reiten wir hinter dem Beckinger TÜV vorbei und erreichen das Hotel Restaurant „Felsmühle“ (http://www.felsmuehle.de), wo sich eine Rast anbietet. Vom Biergarten aus kann man die Pferde beobachten, die am Anbindebalken im Schatten unter den Bäumen dösen. So geht es entspannt und gestärkt auf den letzten Teil der Strecke und bis zum Hängerparkplatz sind es noch 6 Kilometer, die aber besonders schön zu reiten sind. Wenige Meter geht es noch auf der Straße, dann auf einem schmalen Pfad entlang des Kondeler Baches, der an mehreren Stellen die Möglichkeit zum Tränken bietet. Hier sind wir wieder auf Beckinger Bann und von der Kondeler Mühle, die bis 1928 betrieben wurde, ist leider nicht mehr viel zu sehen. In diesem kleinen Seitental der Saar ändert sich nun das Geläuf. Wir kommen auf Sandböden – Kiefernwald ist ein deutliches Zeichen dafür. Pinkfarben blüht gerade das Heidekraut und Ringelfarne säumen den Weg, der mit Naturboden am Waldrand vorbei führt. Wir erreichen den Beckinger Reitverein mit dem passenden Namen „Auf den Kiefern“, auch hier bietet sich die Möglichkeit zur Rast. Ein stabiler Anbindebalken dient zum Anbinder für die Pferde. Von hier aus hat man eine gute Sicht ins Saartal und auf dem gegenüber liegenden Höhenzug auf die Ruine der Siersburg hoch oben auf dem Siersberg. Früher diente sie zum Schutz der Grenze zu Lothringen, von der hoch gelegenen Festung wurde die Schifffahrt auf der Saar kontrolliert. Alte Handelsstraßen verliefen entlang der Saar und waren von hoch oben von den Herrschern sehr gut einsehbar. Unsere Pferde stört das Rittergehabe von damals wenig, sie interessiert der Weg, der sich eben durch den Wald schlängelt. Ein kleiner Canter gefällig? Aber ja doch… Sobald ein großer, befestigter Weg erreicht wird, geht es rechts ab in östlicher Richtung bis an eine Wegegabelung. Hier halten wir uns links, reiten im Schritt bergab oder führen die Pferde die wenigen Meter bis zum Hängerparkplatz. Bei schönem Wetter kann man die Waldbänke jetzt noch für ein kleines Picknick vor der Heimfahrt nutzen.

Die Strecke ist unter dem nachfolgenden Link im Internet einsehbar: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=yujrhmaagvmprwni

Viel Spaß beim Ritt und bei den Vorbereitungen zum Ritt wünscht Euch

Christiane Claus

   
© VFD-Landesverband Saar