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Fit für den ersten Wanderritt I

Details

Fit für den ersten Wanderritt

Die VFD-Saar bietet jedes Jahr schöne Ritte, vom Tagesritt bis hin zu mehrtägigen geführten Wanderritten. Viele Veranstalter sind ehrenamtlich für die VFD tätig, aber ganz gleich, ob privat oder gewerblich, es wird im Vorfeld viel Arbeit investiert, um eine schöne Rittstrecke und gute Quartiere zu finden. Um die Kosten möglichst gering zu halten, sind die Übernachtungen meist in Doppel- oder Mehrbettzimmern. Die Ritte werden von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern zum Selbstkostenpreis angeboten, wer mitreitet bucht keinen Reiturlaub „all inclusive“. Hier ist also gegenseitige Rücksichtnahme gefragt, damit der Ritt für alle ein schönes Erlebnis wird. Um Enttäuschungen von vorne herein aus dem Weg zu gehen, sollte man sich in Ruhe überlegen, welchen Anforderungen Reiter und Pferd gewachsen sind. Die VFD bietet in ihrem Jahreskalender eine Übersicht der Veranstaltungen mit entsprechenden Kontaktadressen. Die darin angegebenen Ritte unterscheiden sich von der Rittzeit und vom Schwierigkeitsgrad. Die Veranstalter geben gerne Auskunft über ihre geplanten Ritte und es ist besser, sich im Vorfeld zu informieren, als hinterher festzustellen, dass Reiter oder Pferd überfordert waren.

Grundvoraussetzung ist ein Mindestalter des Pferdes von 5 Jahren, aufwärts sind keine Grenzen gesetzt, denn auch gerade mit älteren, erfahrenen Pferden kann ein Wanderritt viel Spaß machen, vorausgesetzt das Pferd hat eine gewisse Grundkondition. Nach der Winterpause sollte man langsam antrainieren. Anfangs lange Schrittphasen im Gelände, Steigungen klettern, Baumstämme kraxeln. Zwischendurch Trab- und Galoppreprisen zur Auflockerung.

Besser täglich eine Stunde gemäßigt, als einmal wöchentlich im Fünf-Stundenritt überfordern.

Zum Ausbildungsstand des Pferdes:

Das Pferd sollte sich in jeder Position und in jedem Tempo in der Gruppe reiten lassen. Schritt ist auf Wanderritten normalerweise die vorherrschende Gangart. Es ist also wichtig, vorher einen raumgreifenden und fleißigen Schritt zu trainieren. Denn untrainierte Pferde ermüdet ein flotter Schritt und manche beginnen dann zu zackeln. Das Pferd sollte Steigungen und Abhänge sowie kleine Sprünge im Gleichgewicht und ohne Hektik überwinden können. Nutzen Sie während des Ausrittes zu Hause Senken, Hügel, liegende Baumstämme, kleine Bäche oder Pfützen um Ihr Pferd hinüberzulenken. Aber auch Bodenarbeit bietet eine Fülle von Trainingsmöglichkeiten, vom Stillstehen, Rückwärtsrichten über Seitengänge, Plane, Wippe bis zum Labyrinth etc. Sollte Ihr Pferd im Gelände bei kleinen Schwierigkeiten noch nicht so sicher sein, laufen Sie nebenher und springen Sie gemeinsam über Äste und durch kleine Gräben. Das tut auch Ihrer Fitness gut. Auch der Reiter sollte eine gewisse Grundkondition haben, um zwischendurch mal eine Weile zu Fuß zu gehen (es entlastet den Pferderücken, er wird wieder besser durchblutet) oder bei schwierigen Geländepassagen einen Hang hinauf oder hinab zu klettern.

Womit wir bereits beim Thema Bekleidung wären.

Zur Ausrüstung des Reiters:

Sturzhelm, festes Schuhwerk (Wanderschuhe, Reitturnschuhe etc.)

Kleidung nach dem Zwiebelprinzip.

Bequeme Reithose oder Jeans mit Chaps. Robuste Jacke oder Weste mit Taschen.

Gegen Regen: Regenmantel, Regenchaps, Regenjacke und Regenhose oder Regenponcho.

Zur Ausrüstung des Pferdes:

Ein gut passender Sattel mit großer Auflagefläche und guter Möglichkeit der Gepäckbefestigung. Für Wanderritte besonders geeignet sind Bocksättel (Trachten-, Western-, Camarguesättel, Trekker, spezielle Trecking- und Distanzsättel usw.).

Die Zäumung darf nicht atmungsbeengend sein. Wanderreithalfter, in die man das Gebiss einschnallen kann sind ganz praktisch oder gebisslose Zäumungen (wenn das Pferd daran gewöhnt ist). Kandaren sind weniger für einen Wanderritt geeignet.

Wenn man mit dem Hänger anreisen will, sollte sich das Pferd natürlich auch relativ problemlos verladen lassen. Das kann man ja im Winter prima üben.

Das Pferd sollte vorher daran gewöhnt werden, einen Elektropaddock zu akzeptieren. Denn bei den meisten Quartieren stehen die Pferde über Nacht in Paddocks.

Womit wir beim Material für den Wanderritt wären. Jeder sollte genug Paddockstangen und Elektroband zum Paddockbau dabeihaben (wird üblicherweise im Tross mitgenommen) und selbst aufbauen können (ca acht Stangen und E-Band pro Pferd). Ein Weidezaungerät kann man sich auch mit mehreren Teilnehmern teilen (bitte vorher absprechen).

Am Pferd mitzuführen sind Halfter, Anbindestrick und Abschwitzdecke. Die Abschwitzdecke kann man in einen Regenponcho einwickeln (Ponchos von der Bundeswehr, in den Army-Shops erhältlich eignen sich da prima). Das hat den Vorteil, das man bei einem Regenschauer unterwegs schnell was zum Überziehen hat, darunter bleiben Reiter, Pferd und Sattel trocken. Eine Regendecke kann man dem Tross mitgeben. Ebenso Wasser- und Futtereimer sowie Kraftfutter für’s Pferd. Ob Raufutter mitgebracht werden muss oder vom Quartiergeber oder Veranstalter gestellt wird, ist vorher abzuklären! Putzzeug nicht vergessen. Schwamm und Hufkratzer sowie ein kleines Erste-Hilfe-Set am Reiter selbst mitzunehmen, ist immer von Vorteil. Im Sommer empfiehlt es sich auch, ein Mückenmittel für das Pferd dabeizuhaben.

Bei unseren „Saarländischen Wanderritten“, sollte sich das Pferd angebunden in Geduld üben können, denn wie heißt es so schön: „Hauptsach gudd gess!“ Aber keine Angst, die Pferde lernen schnell, in den Pausen auszuruhen. Auch das Tränken aus fremden Eimern, Weihern, Brunnen und Bächen unterwegs sollte vorher schon geübt werden. Ein Pferd, das unterwegs nichts trinkt, ist schnell dehydriert.

Noch etwas zum Thema Hufschutz. Da man in fremdem Gelände nie weiß, wie das Geläuf ist, sollte man nicht ohne Hufschutz losziehen. Egal ob Eisen-, Kunststoffbeschlag oder Hufschuhe. Die Freude eines Rittes ist schnell vorbei, wenn das Pferd aufgrund schmerzender Füße nicht mehr lauffreudig ist.

Was Geländeschwierigkeiten wie Bachdurchquerung usw. betrifft, habe ich die Erfahrung gemacht, dass unerfahrene Pferde meist tapfer hinter den anderen Pferden hergehen. Pferd und Reiter wachsen daran. Man muss seinem Pferd nur etwas Vertauen schenken.

Wer aber lieber vorher auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Ausbildungsmöglichkeiten der VFD nutzen und sich vom Geländereiter bis zum Wanderrittführer ausbilden lassen, oder zur Ausbildung des Pferdes eine der vielen angebotenen Kurse besuchen (Bodenarbeit, Horsemenship etc.) Auch diese Termine finden sich im Veranstaltungskalender der VFD.

Also, auf geht`s ab ins „Grüne“!

Annette Anschütz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   
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