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Spanischer sattel Hidalgo Valencia II 2009

Details Testbericht: Hidalgo Valencia II - Profil: Spanischer Sattel mit Lederbaum
getestet im Sommer 2009
valencia_ii.jpgAnklettbare Panels in verschiedenen Größen, Möglichkeit Kniepauschen anzukletten, Zwischenpolsterung um bei Bedarf den Schwerpunkt des Sattels zu verändern.
Auf der Suche nach einem Sattel für meinen „Dicken“ (einen Haflinger-Ardenner-Mix) stieß ich im Frühjahr 2009 auf den Hidalgo Valencia II. Frau Dr. Holzer von der Firma Hidalgo übersandte mir kurze Zeit später den Sattel mit qualitativ hochwertigem Zubehör, wie einer Lammfellzalea, einem Lederkurzgurt und auch verschiedenen Panels. Sie war während der Testzeit sehr präsent und stand mit mir im E-Mail-Kontakt. Dabei waren ihre Antworten immer sehr schnell da und ihre Tipps auch immer sehr hilfreich. Also was den Service betrifft, kann ich hier ein großes Lob aussprechen.
Da mein Pferd übers Jahr hinweg immer wieder seine Figur verändert, wünschte ich mir einvalencia_ii_hinten.jpg Sattelkonzept mit der Möglichkeit Veränderungen vorzunehmen. Allerdings war ich etwas skeptisch, da ich mit meinen Pferden keine so guten Erfahrungen mit baumlosen Sätteln gemacht habe. Dass ein baumloser Sattel grundsätzlich auf jedem Pferd gut liegt, ist ein Irrtum. Oft drücken die Forks oder Cantles und baumlose Sättel haben nun mal den Nachteil, dass sie –  wenn überhaupt –  nur minimale Wirbelsäulenfreiheit bieten und das Reitergewicht kaum verteilen. Das Konzept mit dem Lederbaum und den anklettbaren Panels, die eine wesentlich größere Wirbelsäulenfreiheit bieten sollten, war für mich ein interessanter Kompromiss und ich war sehr gespannt, als es in die Testphase ging.
Kaum war der Sattel angeliefert, bestellte ich meine Sattelexpertin, die Sattlermeisterin Helena Lehnert, damit wir den Sattel gemeinsam genau unter die Lupe nehmen konnten. Zunächst kümmerten wir uns um die Qualität der Verarbeitung:
Der Sattel ist in einer wirklich guten Qualität gefertigt. Das Preisleistungsverhältnis ist absolut angemessen. Ich habe schon einige teurere Sättel erlebt, die nicht annähernd so solide verarbeitet waren.  Besonders raffiniert fand ich persönlich die Karabiner am hinteren Teil des Sattels, mit denen man die Steigbügel sicher fixieren kann. Auch die Dreipunktgurtung fand ich sehr gut.
Dann begutachteten wir den Sattel auf meinem Pferd:
Der Sattel lag sehr gut, drückte nirgends und durch die Dreipunktgurtung war er auch gut fixiert auf dem Pferderücken. Auch die Wirbelsäulenfreiheit war in ausreichendem Maße vorhanden und konnte durch die anklettbaren Panels noch in der Breite variiert werden. Als Pad empfiehlt der Hersteller Grandeur-Pads. Ich habe den Sattel mit einem Pad von Elke Chudzinski geritten und das hat auch super funktioniert.
valencia_ii_unten.jpgAuch beim ersten Proberitt machte der Sattel einen sehr guten Eindruck auf mich. Er rutschte nicht, war nicht schwammig und vermittelte ein sicheres Sitzgefühl, was bei meinem Dicken auch nötig war, da er zu dieser Zeit zwischendurch noch in alle Richtungen gleichzeitig galoppierte. Was ich wirklich bemerkenswert fand, war, dass der Sattel einen direkt gut hinsetzte. Bei vielen baumlosen Sätteln ist die Steigbügelaufhängung zu weit vorne angebracht und man hat Probleme die Beine weit genug hinten zu positionieren. Was ich als negativ empfand, war, dass man relativ weit weg vom Pferd saß. Das hatte Frau Dr. Holzer allerdings schon angekündigt mit der Beruhigung, dass der Sattel sich nach einiger Zeit der Benutzung setzt.
Nachdem meine Sattlerin also ihr OK gegeben hatte, legte ich los mit dem Testen. Ich ritt den Sattel erst auf kürzeren Ritten, dann auch mal auf mehrtägigen Ritten. Er hat meine Erwartungen immer übertroffen. Um als guter Wanderreitsattel durchzugehen, bräuchte man allerdings noch mehr Befestigungsmöglichkeiten für das Gepäck. Allerdings war das bei der Entwicklung des Sattels auch nicht der Fokus.
Nach einiger Zeit der Benutzung fiel mir auf, dass mein Dicker sich mal wieder verändert hatte. Große Flächen unter dem Sattel blieben nun beim Schwitzbild, das vorher makellos war, trocken. Er war wesentlich schlanker geworden und nun passte der Schwerpunkt des Sattels nicht mehr.
Aber auch da wusste Frau Dr. Holzer Rat und schickte mir Zwischenstücke, die ich zwischen Panel und Sattel ankletten konnte. Damit war das Problem gelöst.
Fazit: Nach der Testzeit von vier Monaten habe ich Fr. Dr. Holzer den Sattel abgekauft und bin immer noch sehr glücklich damit. Ein gelungenes Sattelkonzept auch für den kleinen Geldbeutel.
Jenny Becker
   
© VFD-Landesverband Saar