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Pferdegerechtes Fütterungsmanagement im Offenstall leicht gemacht

Details

Futterautomat, Weidetoröffner, Slowfeeder Heukiste

  • Futterautomat
Nach der allgemeinen Lehrmeinung soll ein Pferd spätestens alle vier Stunden fressen, da sonst auf längere Sicht gesundheitliche Probleme wie Kolik und Magengeschwür drohen.

Was also tun, wenn man ein Pferd hat, dass im Sommer nicht ganztägig auf die Weide darf, weil es sonst verfettet oder wenn man nicht die Möglichkeit oder den Nerv hat, im Winter alle vier Stunden Heu zu füttern?

 

Ich habe mir nach langer Suche im Internet den Futterautomaten und den automatischen Weidetoröffner der Fa. Pferdle-Glück gekauft und kann jetzt morgens, wenn ich nicht gerade arbeiten muss, so lange schlafen wie ich will, da die Fütterung voll automatisiert läuft!

Der Weidetoröffner wird fertig geliefert. Wir haben aus Bauholz ein leichtes Tor gebaut (Länge 3m), das in den Weidetoröffner eingehakt wird. Das Tor ist an einem massiven Pfahl befestigt. Mit einer Uhr kann man minutengenau einstellen, wann das Tor öffnen soll. Wenn die Uhrzeit erreicht ist, klappt - angetrieben durch einen kleinen Elektromotor - die Halterung weg, das Tor schwingt auf und die Pferde können auf die Weide.

Das Justieren des Tors war etwas knifflig, und wir mussten viele Testläufe starten bis das Tor nicht mehr hakte und wirklich aufschwang. Aber jetzt läuft der Öffner einwandfrei. Er wird durch eine Autobatterie betrieben. Der Öffner kostet 274,- EUR.

Wenn die Pferde mal im Paddock bleiben sollen, hat man mit dem Futterautomat aus Siebdruckplatten die Möglichkeit, alle vier Stunden Heu oder Stroh auswerfen zu lassen. Die Uhrzeiten für die Ausgaben kann man frei wählen

Die Rauhfutterausgabe kann durch den Einsatz eines Metallgitters erweitert werden, so dass die Pferde langsamer fressen müssen.

Der Automat funktioniert auch mit nassem Heu für Allergiker.

Man hat die Möglichkeit, den Automaten mit drei oder fünf Klappen als Bauplan inklusive elektrischer Steuerungseinheit und Beschlägen (für 3 oder 5 Ausgaben pro Tag) zu kaufen oder man kann ihn erheblich teurer komplett montiert fertig kaufen.

Wer den Bauplan mit Steuerungseinheit kauft, muss zusätzlich sämtliche Holzplatten für den Automaten besorgen, was dann insgesamt alles noch mal um ca. 200-300 EUR verteuert. Wir haben die Bausatzvariante gewählt und es „Überraschungsei für Fortgeschrittene“ genannt, denn der Aufbau ist sehr aufwendig und man sollte schon handwerklich geschickt sein. Für den Eigenbau des Automaten sollte man drei komplette Tage veranschlagen.

Der Futterautomat lief sofort einwandfrei. Manchmal rutscht das Heu nicht komplett bis nach vorne. Da dann nur kleine Mengen im Automaten verbleiben, ist das nicht tragisch.

Da die Preise für den Futterautomaten je nach Ausgestaltung und eigenem Arbeitseinsatz variieren, kann ich hier keine genauen Preise angeben, man sollte aber beim Eigenbau mit über 800 EUR rechnen. Im Vergleich: ein Metallfutterautomat eines anderen Anbieters am Markt wird nur aufgebaut geliefert und kostet weit über 2.000 EUR!

Auch wenn die Investition anfangs etwas kostspielig ist, kann man mit dem Weidetoröffner und dem Futterautomaten insbesondere bei leichtfuttrigen Pferden bzw. wenn man wenig Zeit hat, da man nur einmal pro Tag füttern muss (was auch interessant ist für Urlaubvertretungen)! ein sehr bequemes Futtermanagement betreiben Auch für Pferdebesitzer, die überlegen, ihre Pferde aus einem Reitstall zu holen und selbst zu versorgen, ist dies eine gute Hilfe.

Ein weiteres interessantes Produkt im Rahmen des Futtermanagements habe ich von einem privaten Anbieter erworben:

Viele verlängern die Fresszeit Ihres Pferdes durch sog. Slowfeeder (Langsam Fütterer), z.B. durch das Aufhängen von Heunetzen. Da die Pferde – egal ob allergisch oder gesund -dabei aber in einer physiologisch ungünstigen Position fressen, wird dies von vielen abgelehnt. Meine Stute Scarlett z.B. hat seit Geburt einen asymmetrischen nicht schließenden Kehlkopf und darf auf keinen Fall aus einem hängenden Heunetz gefüttert werden, da ihr dann noch häufiger Futter in die Luftröhre und damit die Lunge rutscht. Ich habe also einen Slowfeeder gesucht, bei dem das Pferd vom Boden fressen muss. Im Internet habe ich Niels Weber (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gefunden. Er baut auf Auftrag eine Heukiste in verschiedenen Maßen. Die Kiste ist aus Holz und hat oben einen Metallrand, damit die Pferde sie nicht anknabbern können. In die Kiste wird ein Rahmen eingesetzt, der mit einem Netz bespannt ist. Der Rahmen wird durch vier Führungsschienen gehalten. Füllt man Heu in die Kiste und befestigt den Rahmen mit Netz darüber, haben die Pferde die Möglichkeit, vom Boden aus einem Heunetz zu fressen. Die Fressdauer von Heu verdreifacht(!) sich, und meine Pferde lieben die Kiste.

Niels Weber liefert die Kiste mit einer Lackierung. Ich habe diese vorher abbestellt und selbst mit ungiftiger Substanz gegen Schimmel imprägniert und mit Öl gefettet.

Die Kiste ist seit einem Jahr im Gebrauch und wirklich klasse.

Sie kostet je nach Größe, die Herr Weber auch individuell anfertigt, zwischen 169,- und 319,- EUR.

Wer Interesse an einem der genannten Futtersysteme hat, kann es gerne bei mir im Einsatz besichtigen.

Carola Heiner (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

   
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