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Hufschuhtest 2005

Details Für Euch getestet:

Im vergangenen Jahr haben wir für Euch wieder einige Modelle von Hufschuhen getestet, die wir hier vorstellen möchten. Die Schuhe sind sehr unterschiedlich in der Anwendung und vom Preis. Wir beschreiben die Hufschuhe hier lediglich und stellen sie vor. Welche Schuhe für Euch und Eure Pferde in Frage kommen können wir natürlich nicht beantworten. Wer sich die Schuhe und deren Anwendung anschauen möchte, kann uns gerne besuchen und sich vor Ort ein Bild machen:

Boa Horse Boot

Über den Boa Horse Boot haben wir bereits in unserem Kalender 2005 auf Seite 50/51 berichtet. Nun wurde der Boa von uns während der Wanderreitsaison vielfach eingesetzt und wir sind nach wie vor begeistert.
Der Schuh lässt sich wirklich kinderleicht anziehen, denn das Boa Lacing System erlaubt es, den vorderen Schild des Schuhes weit zu öffnen, um den Huf einfach hineinzustellen. Man kontrolliert, ob die Zehe so weit vorne wie möglich steht. Dann wird der Hufschuh durch Knopfdrehen individuell verschlossen. Durch diese Mikrojustierung sitzt der Schuh wie angegossen. Besondere Werkzeuge zum An- oder Ausziehen werden nicht benötigt. Die Schuhe können untereinander ausgetauscht werden, denn es gibt keinen linken oder rechten Schuh. Als Zubehör gibt es eine  Boa Gamasche, die zuverlässig das Aufscheuern im Fesselbereich verhindert. Diese Gamasche haben wir auch in vielen anderen Hufschuhen benutzt, sie ist einfach genial.
Unsere Testpferde liefen von Anfang an ganz problemlos mit dem Boa Boot. Der Schuh saß immer sicher und fest am Huf, auch bei Ritten durch Matsch und tiefen Boden. Der Schuh besteht aus einem Hightech-Material und ist dadurch nach dem Reiten leicht zu reinigen. Warmes Wasser und eine kleine Bürste genügen zum sauber machen.  Die Sohle ist
ziemlich abriebfest und bietet genügend Halt bei Geländeritten. Allerdings ist dieser Schuh nicht für Pferde mit sehr kurzen Hufen geeignet. Denn er deckt nicht nur den Huf sondern auch noch einen Teil der Fessel mit ab. Bei sehr kurzen Hufen  sollte man einen anderen Schuh versuchen.
In diesem Jahr wurde der Boa Boot erneut verbessert, unser Testbericht bezieht sich aber noch auf den „alten“ Boot, der neue wurde nicht getestet. Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei190,00 Euro. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.boahorseboot.de

Easyboot  Epic

Der Easyboot Epic ist sei Anfang 2005 erhältlich und wurde bei uns an verschiedenen Pferden getestet. Er besteht aus dem „normalen“ Easyboots, der mit einer fest installierten Gamasche versehen sind. Alle hufschuhtest2005_1Pferde liefen von Anfang an ganz problemlos mit den Schuhen. Durch die Gamasche wird ein Aufscheuern der empfindlichen Fessel nachhaltig verhindert. Ausserdem trägt sie zum festeren Halt am Huf bei, keines unserer Pferde hat in der Testzeit einen Schuh verloren.
Das Anziehen geht ganz einfach: der Schuh lässt sich nach vorne öffnen und kann mit einer leichten Drehbewegung über den Huf gezogen werden. Der korrekte Sitz wird mittels des innenliegenden  Trachtenriemens kontrolliert, dieser wird nach dem Anziehen der Schuhe mit einem kleinen Band über die Trachten an den Ballen gezogen. Dann wird die Gamasche eng am Pferdebein mittels Klettverschluss zugemacht. Die vorderen Spannverschlüsse macht man am einfachsten mit dem Fuß zu, denn sie müssen ganz stramm sitzen, sonst kann der Schuh verloren gehen. Zum Ausziehen wird der Klettverschluss geöffnet, der  Spannverschluss z. B. mit einem Hufkratzer nach oben gezogen und die innenliegenden Krallen mit zwei kleinen Metallteilen abgedeckt. So kann der Hufschuh leicht vom Huf abgenommen werden. Bei empfindlichen Hufen kann über die metallenen Krallen, die seitlich innen im Schuh sitzen und zu einem besseren Halt beitragen, ein Krallenschutz aus Kunststoff gezogen werden.
Der neue Easyboot Epic besteht aus einem verschleißfesten Polyurethan-Kunststoff. Dadurch ist er ganz leicht unter warmem Wasser zu reinigen. Der Schuh ist recht niedrig gehalten, d. h. er deckt nur den Hornteil des Hufes ab und ist daher auch für Pferde mit relativ kurzen Hufen geeignet. Nach der 4-monatigen Testzeit war das Profil der Sohle relativ abgelaufen. Es gibt die Möglichkeit, Stollen oder Vidiastiftchen in die Schuhsole einzudrehen, somit waren die Schuhe dann auch wieder griffig bei matschigem Boden.
Der Schuh wird in  10 Größen angeboten und deckt damit eine breite Palette von Pony bis schweres Warmblut ab. Das Gewicht beträgt ca. 450 Gramm pro Schuh, variiert je nach Größe. Zum Schuh werden verschiedene Ersatzteile angeboten. Krallenschutz, Ausziehhilfe und ein Bändchen zum Hochziehen des Trachtenriemens gehören zum Lieferprogramm. Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei.158,00 Euro. Weitere Infos sind erhältlich unter www.easyboot.de



Marquis supergrip

Bereits im Winter 2004/05 wurden unsere Pferde mit Marquis Hufschuhen geritten. Im Frühjahr erhielten wirhufschuhtest2005_2 dann die neuen „Marquis supergrip“ zum Test. Das Material des neuen Schuhes ist wesentlich elastischer und passt sich besser dem Huf an. Auch die Luftkammer wurde verbessert, das Luftventil ist jetzt gerade und lässt sich besser aufpumpen.
Das Anziehen der Schuhe ist einfach. Die vordere Klappe lässt sich ganz öffnen, dann stellt man den Huf einfach in den Schuh. Mittels Seilzug, den man seitlich an einer Schnalle befestigt,  wird die Vorderklappe mit dem eigentlichen Schuh verbunden. Wenn das Luftpolster aufgeblasen ist, kann man sofort losreiten. Man muss allerdings aufpassen, dass das Luftpolster nicht zu stark aufgepumpt wird. Anfänglich passierte uns das öfter, dann fühlten sich die Pferde sichtlich unwohl. Doch mit der richtigen Dosis an Luft liefen alle Testpferde sehr gut mit den Marquis supergrip. Die Sohle hat ein gutes Profil und gibt guten Halt auf rutschigem Boden. Wir haben nie einen Schuh verloren. Sogar bei unseren Touren an Ostern und Pfingsten in tiefem, nassen, bergigem  Geläuft der Vogesen blieben die Schuhe an den Hufen und boten einen sehr guten Laufkomfort in allen Gangarten.  Das besondere an diesen Hufschuhen ist, dass alle Verschleissteile ausgetauscht werden können. Besonders bei der Sohle ist das sehr vorteilhaft. Ist sie abgelaufen, dann wird sie einfach durch eine neue ersetzt. Die Sohle ist am Schuh angeschraubt. Die Reinigung der Schuhe erfolgte unter hufschuhtest2005_3fließendem Wasser, besonders hartnäckiger Schmutz wird mit einer kleinen Bürste entfernt. Da der Schuh ganz aus hochwertigem glatten Kunststoff besteht, ist die Reinigung sehr leicht.
Zum Lieferprogramm gehört eine Luftpumpe. Für empfindliche Pferde wird ein strumpfähnlicher Ballen- und Fesselschutz angeboten. Als Sonderausstattung gibt es Widiastifte, Stollen, Einlagen und Veränderungen für Problemhufe. Alle Teile können einzeln nachbestellt werden und sind innerhalb weniger Tage da. Die Marquis supergrip gibt es in 6 Größen, in schwarz und in neon-gelb. Das Gewicht liegt bei ca. 500 Gram, je nach Größe der Hufschuhe. Als besonderer Service werden auch Testschuhe verschickt. Gegen eine Kaution in Höhe des Kaufpreises erhält man ein paar gebrauchte Hufschuhe14 Tage lang zum Probereiten. Nach dieser Zeit schickt man die Probeschuhe zurück und erhält die bereits bezahlten, neuen Schuhe oder der Preis wird abzüglich 20,00 Euro zurücküberwiesen. Der  Verkaufspreis beträgt je nach Ausführung und Farbe  zwischen  190,00  und 219,00 Euro pro Paar. Nähere Infos erhalten Sie unter www.marquis-vetec.com


Turf King der Firma Krämer Reitsport


Sieht aus wie ein Wanderschuh, ist aber ein Hufschuh: der Turf King. Unser 28-jähriger Oscar wurde an denhufschuhtest2005_4 Vorder- und Hinterhufen mit diesen stabilen Hufschuhen ausgestattet. Zum Anziehen werden alle Verschlüsse geöffnet und der ballenseitige, gut abgepolsterte Teil nach hinten gezogen. Dann stülpt man den Schuh über den Huf und verschließt ihn mit einem stabilen Gurtband an den Ballen. Das erfordert etwas Fingerspitzengefühl, aber mit der Zeit bekommt man Übung. Der vordere Schnürverschluss funktioniert wie bei einem Wanderschuh, er wird zugebunden,  dann kommt der elastische Schutz darüber und wird mit zwei Krampen fixiert. Das hört sich alles viel komplizierter an, als es in Wirklichkeit ist.. Die Gummi-Profilsohle ist recht griffig. Dadurch wird der Schuh sehr rutschfest und die Sohle lief sich während des Tests  kaum ab. Der Turf King ist relativ hoch, was ein Verlieren auch bei „erhöhter Geschwindigkeit“ verhindert. hufschuhtest2005_5Wir haben während der gesamten Testzeit nie einen Schuh verloren. Im Ballenbereich verfügt der Schuh über ein dickes weiches Polster, das Scheuerstellen verhindert. Obwohl die Schuhe aus Leder sind, sind  sie sehr pflegeleicht. Nach dem Tragen wurden sie unter fließendem Wasser gereinigt und evtl. gebürstet. Nach dem Trocknen sind die Schuhe dann wieder einsatzbereit. Oscar lief von Anfang an sehr gut mit den Schuhen, obwohl er früher ständig beschlagen war und immer sehr schlechte Hufe hatte. Er trabt und galoppiert mit dem Schuhen trotz seines hohen Alters noch fast so flott, wie ihn viele von Euch ja kennen. Bei verschiedenen Veranstaltungen war er im vergangenen Jahr mit diesen Hufschuhen unterwegs.
Der Schuh wird in 8 verschiedenen Größen angeboten, wobei es keine unterschiedlichen Schuhe für Vorder- oder Hinterhufe gibt. Je nach Größe liegt das Gewicht bei ca. 550 – 600 Gramm. Unschlagbar dürfe der Preis sein, ein Paar kostet 99,00 Euro. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kraemer-pferdesport.de, dort unter Beinschutz, Hufschuhe oder in neuen Kraemer-Katalog.

Fazit:  alle Hufschuhe haben ihre Vorteile! Der wichtigste Faktor für das optimale Reiten mit Hufschuhen ist das Finden der korrekten Hufschuhgröße. Hierzu ein Tipp: wir stellen jeden einzelnen Huf auf ein Stück weisses Papier und fahren mit einem Bleistift den Rand ab. Besonders an den Trachten muss man sehr sorgfältig arbeiten, denn sonst hat man nicht die korrekte Huflänge. Dann schneiden wir die einzelnen Hufe aus, versehen sie mit Pferdenamen, Hufbezeichnung und Datum. So kann man dann in Ruhe die korrekte Größe der Hufe messen. Wenn der Hufschuh dann ankommt, legt man den ausgeschnittenen Huf in den Schuh und sieht auf Anhieb, ob er passt. Es kann auch vorkommen, dass sich der Huf im Laufe eines Jahres verändert. Anhand des Datums sieht man dann ganz deutlich, ob der Huf kleiner, größer oder unverändert ist.
Zum Hufschuhreiten gehören gewisse Grundkenntnisse der Hufstellung sowie die Bereitscheitschaft und die Fähigkeit, kleinere Arbeiten am Huf selber zu erledigen.

Auch wollen auch  im kommenden Jahr an dieser Stelle einige Hufschuhe vorstellen und sind auf der Suche nach Herstellern, die Testschuhe zur Verfügung stellen! Für weitere Informationen zum Thema Hufschuhe stehen Euch Christiane Claus und Jürgen Staß gerne zur Verfügung. 
   
© VFD-Landesverband Saar