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Hufschuhtest 2004

Details

Zum Thema „Hufschuhe“

infotreff_hufschuhe1 die „OLD MAC’S“ Firma Krämer Reitsport Viele werden sich nun fragen, wieso gerade ich über das Thema „Hufschuhe“ berichte, wo ich doch früher immer ein eisenbeschlagenes Pferd geritten habe. Ganz einfach – mit einem anderen Pferd hat man auch andere Möglichkeiten. Und genau die wollte ich nutzen. Nachdem wir bereits im Kalender 2001 und 2002 über dieses Thema berichtet hatten, sah ich nun gute Chancen, dass mein neues Pferd mit Hufschuhen laufen könnte. Denn er hat sehr gute Hufe, er war noch nie beschlagen und er fußt ganz plan auf. Die OldMac´s im Katalog der Firma Krämer gefielen mir gut und so nahm ich Kontakt zu Frau Conrads auf,  die dort die Hufschuhkunden betreut. Sie stellte Testschuhe zur Verfügung.

Mir gefiel gleich, dass der Umgang mit diesen Hufschuhen ziemlich unkompliziert war. Die Schuhe haben  eine stabile Kunststoffsohle mit einem ziemlich rutschfesten Profil. Sie bestehen quasi aus einem an der Sohle befestigtem Unterschuh und einem Cordura-Oberschuh und lassen sich dadurch fast vollständig öffnen, was das An- und Ausziehen sehr erleichtert. Der Unterschuh wird am Huf  mit einem Riemen aus Gewebeband, der rund um das Röhrbein läuft, fixiert. Unter- und Oberschuh werden dann mittels Klettverschluss miteinander verbunden. Der Oberschuh wird zusätzlich nochmals  mit einem stabilen Geweberiemen verschlossen, so dass der Hufschuh sicher am Pferdehuf bleibt. Zum Pferdebein hin bildet ein weicher Lederwulst den Abschluss. Nach einem kurzen Rundgang an der Hand wurde das Testpferd dann erstmals mit den Hufschuhen geritten und es lief erstaunlich sicher und locker. Mehrere ein bis zweistündige Ausritte folgten darauf. Dann löste sich ein Niet am Schuh, der aber mit ganz wenigen Handgriffen ersetzt werden konnte. Bei der Vorbereitung auf den ersten Wanderritt lief sich das Testpferd am Hinterhuf eine kleine wunde Stelle. Das passierte weil der Geweberiemen, der rund um die Fessel läuft, dort Reibung verursachen kann. Wir haben daraufhin versucht dem Pferd Strümpfe unter den Hufschuhe  anzuziehen, das brachte aber nur einen mäßigen Erfolg. Also wurde der Test unterbrochen, bis die kleine offene Stelle restlos ausgeheilt war. Dann begannen wir wieder mit Ausritten und passten besonders gut darauf auf, dass  der Geweberiemen nicht zu fest angezogen wird. Ein optimales Ergebnis für längere Ritte haben wir aber erst erreicht, als wir die Spezialgamaschen eines anderen Hufschuhherstellers verwendet haben. Hier wird der empfindliche Fesselbereich ganz von einem weichen Neoprenstoff abgedeckt und die Reibung des Halteriemens findet auf dem Neoprengewebe und nicht mehr an der empfindlichen Fessel des Pferdes statt. Hier sollte eine Nachbesserung der Schuhe stattfinden oder die Herstellerfirma sollte spezielle Gamaschen für die OldMac’s  anbieten. Den Abschluss der diesjährigen Wanderreitsaison machten wir bei einem zweitägigen Nikolausritt, dort nahm das Testpferd unbeschadet mit den Hufschuhen teil. Auch auf den matschigen Wegen, die bei diesem Winterritt zurückgelegt wurden, konnte das Pferd ziemlich trittsicher gehen. Dafür sorgt das gute Profil der Hufschuhe. Preis: 148,00 Euro. Aufgrund der Form der OldMac’s sind sie sicherlich nicht gut geeignet für Pferde, die schmale, längliche Hufe haben. Es gibt die OldMac’s in acht verschiedenen Größen   (für Kleinpferde bis Warmblüter), wobei die Hufe des Pferdes immer sehr rund sein müssen. Das kann zu Problemen führen, einen passenden Schuh für die Hinterhufe zu finden. Nach den Reiten sollte man die Schuhe gründlich mit warmem Wasser säubern, denn der Stoff setzt sich schnell voll Schlamm und Matsch. Besonderes gründlich  muss man auf die Kletterverschlüsse reinigen, denn wenn sie voll Schmutz sind, müssen sie mit einem Spezialkamm freigelegt werden. Für das Anziehen der Schuhe an vier Hufen sollte man 15 Minuten Zeit einplanen. Über die Lebensdauer der OldMac’s bei täglichem harten Einsatz können wir nichts sagen, denn bei uns wurden sie als Hufschutz für besondere Anlässe wie z. B Ritte auf befestigten Wegen eingesetzt. Zu Hause läuft das Pferd überwiegend barhuf. Nähere Infos bei Reitsport Krämer unter www.kraemer-pferdesport.de

 

Die “BOA  HORSE BOOTS”

Auf der Eurocheval fielen mir diese neuartigen Hufschuhe auf. Schließlich geht man ja als Barhufreiter mit anderen Augen über eine Messe als vorher. Hier führte ich mit Frau Gray ein nettes Gespräch und sie erklärte mir die Vorteile des neuartigen Hufschuhes. Und so nahm ich mir einen Prospekt mit nach Hause, den ich intensiv las. Im Herbst bekamen wir dann ein neues Pferd und beschlossen, es zuerst einmal barhuf laufen zu lassen. An einen großen Einsatz zum Reiten war eigentlich gar nicht gedacht. Da  fiel aber unser Uli aus, denn auf seinen Hufen konnte kein Eisen mehr befestigt werden. Die Hufwand war total zerbröselt und nichts ging mehr.

Also suchten wir nach Alternativen und da fielen mir die modernen Hufschuhe von der Eurocheval wieder ein. Ich nahm Kontakt mit Frau Gray auf und diese schickte im November ein Paar Boa Horse Boots mit den dazugehörigen Spezialgamaschen. Ganz gespannt probierten wir dann die Schuhe am Pferd aus. Das An- und Ausziehen ist durch ein neuartiges System wirklich kinderleicht. Durch die Mikrojustierung, die im Verschluss eingebaut ist, lässt sich der Schuh millimetergenau verschließen – und das durch einfaches Drehen am Verschluss. Von Anfang an lief das Pferd problemlos mit den Schuhen, wobei wir immer die mitgelieferten Gamaschen benutzten, denn diese beugen nachhaltig eventuellen Scheuerstellen vor. Aufgrund des Hightech-Materials sind die Schuhe nach dem Reiten ganz leicht zu reinigen. Das Testpferd wurde bei mehreren Winter-Ausritten mit diesen Hufschuhen an den Vorderhufen geritten. Über den Einsatz der Boa Horse Boots während der kommenden Wanderreitsaison werden wir im nächsten Heft berichten. Preis: 179,00 Euro. Nähere Infos bei  www.boahorseboot.de

 

Fazit zum Thema Reiten mit Hufschuhen:

Man sollte sich darüber im klaren sein, dass Hufschuhreiten einen erhöhten Arbeits- und Zeitaufwand bedeutet – ganz gleich welche Hufschuhe man benutzt. Denn die Füße der Pferde müssen sauber sein (evtl. vorher schlammverschmutzte Hufe gründlich waschen) und die Hufschuhe müssen nach dem Reiten vom Dreck befreit werden. Das heißt, das die Hufschuhe mit Bürste und warmem Wasser gereinigt werden müssen. Manche Hersteller empfehlen nach hartem Einsatz der Schuhe die Behandlung mit einem Spezialpflegemittel. Nur so ist eine langjährige Nutzung der Hufschuhe möglich. Außerdem sollte der Reiter in der Lage sein, kleinere Arbeiten am Barhuf seines Pferdes selbst durchzuführen. Denn Hufschuhreiten ist sicherlich nichts für Reiter, die die gesamte Hufpflege ihrem Schmied überlassen wollen. Aber für Pferde, die zu Hause z. B. barfuß laufen und nur ab und zu einen Hufschutz brauchen (z. B. bei Ritten in fremdem Gelände, bei Wanderritten) ist es eine gute Möglichkeit. Dennoch sollte man die Pferde ausgiebig und frühzeitig an die Hufschuhe gewöhnen, denn sonst kann es beim Wanderritt böse Überraschungen geben.

(Christiane Claus)

 

   
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