Die nächsten Termine

02.07.2017 - 02.07.2017 - Lass uns spielen (Teil 1 + 2)
22.07.2017 - 23.07.2017 Ausbildungskurs zum Geländereiter VFD
23.07.2017 - 23.07.2017 23.07.17 - Ein Tag mit dem Hippo-Team
23.07.2017 - 23.07.2017 Ausbildungskurs zum Geländereiter VFD
01.08.2017 - 31.08.2017 - Lass uns spielen (Teil 1 + 2)
02.08.2017 - 31.08.2017 - Lass uns spielen (Teil 1 + 2)
   
30 Jahre VFD-SAAR
Pferdesteuer
Mitglied werden?
Startseite
Ansprechpartner
Ausbildung
Die VFD
Downloads
Jugend-Seiten
Login /-out
Mitgliederinfos
Mitglieder-Portraits
Nachberichte
Nachberichte 2017 Nachberichte 2016 Nachberichte 2015 Nachberichte 2014 Nachberichte 2007 Nachberichte 2008 Nachberichte 2009 Nachberichte 2010 Nachberichte 2011 Nachberichte 2012 Nachberichte 2013
Pinnwand
Recht / Gesetz
Teilnahme-
Termine
Tests und Tipps
Vorwort zu den Tests Praxistests 2017 Praxistests 2016 Praxistests 2015 Praxistests 2014 Praxistests 2012 Praxistests 2011 Praxistests 2008 Praxistests 2007 Akalypte – oder Warum wir mal die Sense schwingen sollten Satteltests Satteldeckentests Rund um den Huf-Hufschuhe Testbericht Bio Kokosöl von Dr.Goerg Regendecken- Regenjacken-Tests Buchtipps Navigationsgerät GARMIN GPSMAP60CSx im Test Tipps rund ums Pferd Wanderreitertipps Wanderreitzubehör der Firma Ortlieb
Tierschutz
Tipps für Veranstalter
VFD-Stafettenritt
Wanderreiten

   

Info's zur Biosphäre Bliesgau

Details Biosphäre Bliesgau

bios_bliesgau 1970 riefen die Mitgliedsstaaten der UNESCO das Programm "Der Mensch und die Biosphäre" („Man and Biosphere“ - MAB) ins Leben.  Seine Aufgabe ist die Erforschung der Mensch-Umwelt-Beziehung sowie der Möglichkeiten einer nachhaltigen Nutzung. Gegenstand dieses Programms sind die Biosphärenreservate, deren Weltnetz 1976 gegründet wurde. Sie dienen als wichtiges Instrument, eine nachhaltige Nutzung in Modellregionen innerhalb eines  weltweiten Netzwerks zu entwickeln, zu erproben und umzusetzen. Derzeit hat die UNESCO 482 Biosphärenreservate in 102 Ländern anerkannt, darunter 14 in Deutschland.

Im Saarland soll nun ein solches Biosphärenreservat eingerichtet werden. Zunächst werden die Gemeinden Gersheim, Mandelbachtal, Kirkel, Kleinblittersdorf und die Stadt Blieskastel sowie Teile der Städte Homburg und St. Ingbert beitreten. Eine Erweiterung des Gebietes in einer zweiten Phase ist möglich.
Ziel ist die Nutzung dieser Biosphäre Bliesgau als Instrument der nachhaltigen Regionalentwicklung im ländlichen und suburbanisierten Raum des Bliesgaus. Denn mit ihrer Schutzfunktion (Erhaltung der Genressourcen, Tier- und Pflanzenarten, Ökosysteme und Landschaften), ihrer logistischen  Funktion (Unterstützung von Modellprojekten, Umweltbildung, Ausbildung, Forschung und Umweltbeobachtung) und ihrer Entwicklungsfunktion (Förderung nachhaltiger wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Entwicklung) haben sich Biosphärenreservate als „Modellregionen für nachhaltige Entwicklung“ etabliert.
Das im Rahmen der Einrichtung der Biosphäre Bliesgau unter Mitarbeit der Bevölkerung zu erarbeitende Entwicklungskonzept wird als Grundlage der Weiterentwicklung der Region und zur Einwerbung von Fördermitteln dienen. 
Aufgabe des einzurichtenden Biosphärenbüros ist es dann, zusammen mit der gesamten Bevölkerung und engagierten Einzelpersonen entsprechende Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Ebenso wird die Vernetzung von Akteuren, Verwaltung und Organisationen angestrebt, um Synergie-Effekte durch „kurze Wege“ und gegenseitige Information zu nutzen und die Entwicklung und Umsetzung innovativer Ideen zu befördern
Nicht zuletzt ist die Anerkennung  als UNESCO-Biosphärenreservat auch ein Alleinstellungsmerkmal, das als  „weicher Standortfaktor“, als Qualitätssiegel, für Betriebe und Ansiedlungen von Bedeutung sein kann.

Biosphärenreservat bedeutet u.a. Anerkennung und regelmäßige Überprüfung durch die UNESCO, Modellregion für nachhaltige Entwicklung, eigenes Gebiets-management, die Zuordnung in die fachliche Verantwortung der obersten Naturschutzbehörde sowie eine interne Zonierung in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen.  Der Unterschied zwischen diesen Zonen besteht in Art und Umfang  der Nutzung. Jede Zone hat dabei ihre eigene, spezifische Aufgabe; dementsprechend ist jede Zone gleich wichtig.
In der Kernzone ist eine wirtschaftliche Nutzung grundsätzlich ausgeschlossen. Hier soll eine vom Menschen möglichst unbeeinflusste Entwicklung der Natur zugelassen werden. So lässt sich z.B. herausfinden, wie die Natur selbst Wälder aufbaut und strukturiert oder wie sich der Klimawandel auf die Waldentwicklung auswirkt.
In die Kernzone der Biosphäre Bliesgau werden deshalb nur Flächen der öffentlichen Hand und der Naturlandstiftung aufgenommen – und zwar insgesamt ungefähr 1000 ha. Sie werden als Naturschutzgebiet ausgewiesen und entsprechend beschildert. Für die Jagd gelten dementsprechende Regelungen des saarländischen Jagdgesetzes.  Land- und forstwirtschaftliche Nutzung werden aufgegeben. Das Betreten auf ausgewiesenen Wegen wird – auch zu Pferde - weiterhin möglich sein.
In die Pflegezone werden Lebensräume aufgenommen, die ihre Entstehung und ihre Artenzusammensetzung der Nutzung durch den Menschen verdanken – und deren Fortbestand nur durch Bewirtschaftung gesichert werden kann (z.B. Orchideen- oder Streuobstwiesen). Daher kann die landwirtschaftliche Nutzung sowie die Weidehaltung auf solchen Flächen in bisheriger Form weiterbetrieben werden.  Für die Forstwirtschaft gilt wie bisher die  kahlschlagfreie Waldwirtschaft gemäß Landeswaldgesetz. Auch für das Reiten in der Pflegezone wird es durch die Biosphäre Bliesgau keine zusätzlichen Einschränkungen geben.
Die Pflegezone umfasst derzeit etwa 6.500 ha und enthält überwiegend bereits bestehende Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete sowie gemeldete Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (europäischer Schutzgebietstyp).
Alle Flächen der Biosphäre Bliesgau außerhalb von Kern- und Pflegezonen  gehören zur Entwicklungszone. Diese umfassen die Lebens-, Wirtschafts- und Siedlungsbereiche. Ziel ist hier eine nachhaltige Regionalentwicklung vor dem Hintergrund der Änderung gesellschaftlicher Werte und des Bevölkerungsrückgangs. Hier sind z.B. die Bereiche Erzeugung und Vermarktung regionaler Produkte, Gestaltung der Land-Stadt-Beziehungen oder Stärkung der Bürgerbeteiligung zu nennen. Maßgeblich wird hier auch der Prozess zur Entwicklung eines Leitbildes für die Biosphäre Bliesgau sein. Zusätzliche Ge- und Verbote wird es hier durch die Einrichtung der Biosphäre Bliesgau nicht geben.

Angesichts der Tatsache, dass  in der geplanten Biosphäre Bliesgau sowie in den angrenzenden Bereichen der Stadt Saarbrücken ca. 95 Betriebe etwa 1400 Pferde halten (und damit einen Spitzenplatz im Saarland belegen), spielen auch die Themen Reiten und Reittourismus für die weiteren Planungen eine wichtige Rolle. So erstellt der Arbeitskreis Wanderreiten des Vereins „Freunde der Biosphärenregion Bliesgau e.V.“ derzeit eine Wanderreitkarte für die Biosphäre Bliesgau – und legt damit den Grundstein für ein Netzwerk von Betrieben, die sich zukünftig im Reittourismus verstärkt engagieren wollen.
Weitere Fragen zum Arbeitskreis Wanderreiten kann Hans-Ulrich Thalhofer (Freunde der Biosphärenregion Bliesgau e.V., Tel. 06842/96 09 89, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) beantworten. Ansprechpartner für Fragen zu den Planungen zur Biosphäre Bliesgau und zur Zonierung sind Dr. Olaf Kühne (Ministerium für Umwelt, Tel. 0681/5014333, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Holger Zeck (Ministerium für Umwelt, Tel. 0681/501 4794, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Holger Zeck, Ministerium für Umwelt

   
© VFD-Landesverband Saar