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Wanderreiten

   

ARPO 25-26

Details
Wanderreiter
Ausbildungsrichtlinie

Der Lehrgang dient zur Vorbereitung von Wanderreiter-Prüflingen auf die Prüfung. VFD- Übungsleiter W oder Prüfer dieser Stufe mit Ausbilderqualifikation dürfen derartige Lehrgän-
ge durchführen, wenn sie die notwendigen Kenntnisse besitzen. Der Kurs muß folgende Mindestanforderungen erfüllen:

Kursdauer: mindestens 20 Unterrichtseinheiten

Kursinhalt:  mindestens folgende Themengebiete

•    Vorbereitung des Pferdes auf die besonderen Anforderungen beim Wanderreiten
•    Hufschutz bei Wanderritten, Arbeiten am Huf unterwegs
•    Ausrüstung für das Wanderreiten (Sattelzeug, Zäumung, Gepäck und
Gepäckanbringung, was muss mit für Pferd und Reiter, Ausrüstung für Notfälle)
•    Wichtige Knoten, Anfertigen von Behelfshalftern zum Führen, Anbinden und Reiten
•    Kartenkunde
•    Streckenplanung nach Karte
•    Geschwindigkeiten („Tempo") und Streckenlängen beim Wanderreiten
•    Verwendung von Kompass und anderen Orientierungshilfen (GPS,Höhenmesser, ...)
•    Orientierung im Gelände mit Karte und Kompass
•    Behelfsmäßige Orientierung ohne Hilfsmittel
•    Reitweise beim Wanderreiten
•    Anbinden und behelfsmäßige Unterbringung von Pferden
•    Versorgung des Pferdes unterwegs und im Quartier
•    Leistungsangepasste Pferdefütterung bei Wanderritten
•    Die wichtigen Giftpflanzen (Vorkommen, Erkennen, Gefährdungspotenzial)
•    Verhalten gegenüber Dritten unterwegs und im Quartier
•    Elementare Wetterkunde
•    Verhalten bei Gewitter, Rücksichtnahme auf extreme Witterungsbedingungen u. Ä.
•    Verhalten bei Unfällen und Zwischenfällen unterwegs
 

Alle Punkte sollen theoretisch behandelt und so weit wie möglich praktisch geschult und ge-
übt werden. Der Lehrgang muss einen mindestens eintägigen Übungsritt einschließen. Es
wird empfohlen, beim Übungsritt den Umgang mit Karte und Kompass praktisch zu schulen.

Hinweis:Prüflinge müssen zusätzlich als Voraussetzung für die Prüfungszulassung entweder
einen zweitägigen Lehrwanderritt oder zwei mehrtägige Wanderritte nachweisen.

 

Wanderreiter
Prüfung
 

Bezeichnung:     Wanderreiter-Prüfung

Ziel:  

Nachweis ausreichenden Wissens und Könnens sowie ausreichender
Erfahrung, um eigenverantwortlich Wanderritte durchführen zu können

Mindestalter:     16 Jahre

Voraussetzung: 

VFD-Mitgliedschaft,  Reittauglichkeit des Pferdes am Prüfungstag, korrekt verpasste Zäumung und Sattelung in gebrauchssicherem Zustand, vorgeschriebene Zusatzausrüstung muss unverlierbar so am Pferd mit- geführt werden, dass keine Druck- oder Scheuerstellen auftreten können, Jugendliche müssen Reithelm und reittaugliche Stiefel tragen, Pferd muss haftpflichtversichert sein  

Vorleistungen:  

VFD-Geländereiterprüfung, orbereitungslehrgang „Wanderreiten" mit mindestens 20 UE, Kurs „Erste Hilfe" oder Kurs „Sofortmaßnahmen am Unfallort" und Kurs„Erste Hilfe bei Reitunfällen" (Bescheinigungen nicht älter als 2 Jahre), Kurs „Erste Hilfe am Pferd", Teilnahme an einem mindestens zweitägigen Lehrwanderritt oder Nachweis von mindestens zwei mehrtägigen Wanderritten mit einem geprüften Wanderrittführer

Prüfungsinhalt:

Theoretische Prüfung mit den Prüfungsteilen „Vorbereitung, Ausrüstung, Belastungsgrenzen und Planungsgrundsätze bei Langstreckenritten", „Kartenkunde und Orientierung", "Fütterung und Versorgung des Pferdes bei Langstreckenritten", „Verhalten in Pausen oder Quartieren, Anbinden und behelfsmäßige Unterbringung von Pferden", Reittauglichkeits- und Ausrüstungskontrolle, zweitägiger Prüfungsritt mit Übernachtungsgepäck, Orientierungs- und Sonderaufgaben.
gemäß den Inhalten der Ausbildungsrichtlinie

Prüfer: 

ein für die Prüfungsstufe zugelassener VFD-Prüfer, der nicht Ausbilder
des Prüflings ist

Gültigkeit:            unbeschränkt

Bescheinigung:  Ausweis (Reiterpass), ausgestellt durch den Prüfer

   
© VFD-Landesverband Saar