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Mein Wanderritt mit den Satteltramps (Mitgliedsverein der VFD-SAAR)

Details

Nach der Lektüre des VFD-Magazins 2015 war ich etwas neidisch, nachdem ich die Chronik der „Satteltramps“ gelesen hatte. Genau das möchte ich mit meinem Pferd auch machen!

Die Zeit ging ins Land und eines Nachmittags bekam ich diese Nachricht einer Freundin: „Die Satteltramps haben noch Plätze frei für den nächsten Wanderritt.“

Ohne das Wohlwollen meiner besseren Hälfte abzuwarten, rief ich sofort Anja Niesen an, um mir einen Platz zu sichern. Gleichzeitig wurde ein „Schnuppertreffen“ in Oberemmel vereinbart, bei dem es um die Planung dieses Rittes gehen sollte. Gesagt, getan! Das erste Treffen war sehr herzlich und ich lernte an diesem Abend einen Teil der Mitreiter/innen kennen. Diese machten mir dann auch unmissverständlich klar, dass es sich hier nicht um einen 5 Sterne Luxus-Trip handelt. Ich sage nur: „Genau das will ich!“

Es geht auch einfach, auf Luxus kann man durchaus auch mal verzichten!

Die Organisation eines Wanderrittes ist sehr aufwendig. Das sich hier während des Rittes immer wieder Reiter ein und ausklinken macht es nicht einfacher, zudem werden immer 3-4 Gruppen mit jeweils 3-5 Pferden unterwegs sein wobei jede Gruppe die Tagesstrecke selbst plant. Navigiert wird mit Karten im Maßstab 1:25000. Als Technikfreak benutze ich natürlich zusätzlich meine GPS-App.

Zusätzlich stehen uns zwei Trossfahrzeuge zur Verfügung, die unsere Ausrüstung von Station zu Station bringen. So müssen unsere Pferde nur wenig Ausrüstung tragen.

Am Nachmittag des 11.05. ging es dann endlich los! Mein Pferd und ich fuhren nach Krettnach zu Anja und Wolfgang, bei denen wir übernachten durften. Nach dem Frühstück wird es dann ernst:

-Sternritt nach Biwer ; 35 km

Mehrere Reitergruppen setzen sich von verschiedenen Standorten aus nach Biwer / Luxemburg in Bewegung. Unsere Gruppe überquert in Konz die Mosel und mein Pferd ist das erste Mal im Ausland! Wir werden von Herrn Uschig, einem waschechten Luxemburger und Pferdemann,  mit reichlich Grillgut und Getränken empfangen. Nach und nach treffen alle Gruppen ein und das wird erst mal gebührend gefeiert.

Unsere Pferde übernachten in Paddocks auf einer großen Wiese, die Reiter dürfen in den Boxen der Pferde übernachten.   -

Über den Trierer Höhenlagen 21 km

Bild 2

Die Wolken werden immer bedrohlicher und direkt nach unserer Ankunft gibt es einen zünftigen Wolkenbruch mit Gewittereinlage. Zwei Gruppen hatten leider Pech und wurden gründlich gewaschen.

Nach gutem Essen und reichlich Getränken ging der Tag zu Ende. Die Pferde hatten hier Boxen mit Gitterstäben, die bis zum Boden reichten.  

Zu vorgerückter Stunde ging es dann in meinen Schlafsack, den ich auf der Isomatte mit Strohunterbau vorbereitet hatte. Kaum lag ich da, beschnuppert mich mein Pferd und Rums: Da liegt er neben mir! Total verrückt!

-Schleidweiler (Eifel) 34 km

Schleidweiler ist bekannt für sein Reitertreffen – wir sind dabei!

Die Satteltramps sind hier mit 16 Pferden die größte Gruppe. Insgesamt sind es etwa 100 Pferde die hier nächtigen dürfen während die Reiter bei Livemusik und Lagerfeuer feiern. Hier wurde uns ein DRK-Zelt mit Pritschen zur Verfügung gestellt, die wir dann zu fortgeschrittener Stunde auch benutzten. Morgens war es dann mit minus 2 Grad doch etwas kühl …

Für ein zünftiges Frühstücksbüffet war aber schon gesorgt und so kann es gestärkt weitergehen Richtung Mosel. Beim Frühstück fragte uns eine Frau, ob sie denn mit reiten kann –klar doch! Sie hatte auch gute Ortskenntnisse, die wir in für unsere Streckenplanung gut nutzen konnten.   

-Moseldorf  36km

Auf diesem Abschnitt kam es zum berüchtigten „Pfälzer-Zweisitzer“ (Das passiert, wenn dem letzten Pferd in der Reihe beim Galopp der Sattel nach hinten rutscht! Also Kinder: –Bitte nicht nachmachen- ;-)

Bild 3Es geht durch die Eifel bis Neumagen-Drohn wo wir die Mosel überqueren und von hier aus den Anstieg bis zum Hof Kron bewältigen müssen. Hier sind für die Pferde Paddocks vorbereitet, die Reiter schlafen in Zimmern ohne Mobiliar auf Isomatte mit Schlafsack. Die Verpflegung im Ausflugslokal ist reichlich und gut!  

-Neumehring  19km  

Dieser Abschnitt ist für mich landschaftlich einer der schönsten dieses Rittes. Es geht nach einem Abstieg durch das Drohntal Richtung Hochwald.

Dort erwarten uns schon Conny und Christian. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.  

-Zerf  40km  

Hier handelt es sich um den längsten Abschnitt der Tour und es geht überwiegend durch dichten Wald. Deshalb beschließen wir an diesem Tag gemeinsam zu reiten. Bei der Navigation hat hier das GPS klar die Nase vorn und wir haben so nur minimale Umwege in Kauf zu nehmen. Mit so vielen Pferden zu reiten ist für den Rittführer jedoch deutlich schwieriger.

Zu guter Letzt kommen wir an der Niederzerfer Mühle an.

Abends geht es zum Abschlussessen in die örtliche Pizzeria und anschließend in den Rittersaal der Mühle. Am offenen Kaminfeuer lassen wir den Tag ausklingen und ich bin schon etwas traurig, weil es unser letzter gemeinsamer Abend ist.

Bild 4Ich verzichte heute auf das Matratzenlager und gönne mir ein Einzelzimmer, in dem ich ungestört meine eigenen Bäume zersägen kann …

 

 

-Krettnach 19km

Am Morgen trennen sich hier die Wege der Gruppen und der Heimritt beginnt. Dank guter Ortskenntnisse funktioniert dass problemlos und wir erreichen unser Ziel am frühen Nachmittag.

Die Zeit mit den Satteltramps war für mich bisher die schönste Erfahrung gemeinsam mit meinem Pferd. Insbesondere die herzliche und offene Art, mit der ich in die Gruppe integriert wurde, hat mich bewegt. Ebenso die Gastgeber an den Stationen, bei denen es nie an etwas fehlte und denen wirklich nichts „zu viel“ war. Für Pferd und Reiter war immer vorbildlich gesorgt und bei vielen hatte ich den Eindruck, sie würden am liebsten selbst mit reiten.

Dank gilt auch den Trossfahrern, ohne die ein so entspannter Ritt nicht möglich ist, sowie Anja und Wolfgang, die mich von Anfang an freundlich unterstützt haben! Gerne werde ich auch zukünftig an den Veranstaltungen der Satteltramps teilnehmen.

Bild 5

 

 

 

 

Detlef Bettinger

   
© VFD-Landesverband Saar