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Grünlandbegehung

Details

Auftaktveranstaltungen im VFD-SAAR-Jubiläumsjahr, die Grünlandbegehung

  • Grünland_Frau_Nicke
Den ersten, so richtig schönen und milden Tag des Jahres hatte der VFD für eine seiner Jubiläumsveranstaltungen gebucht- zwar nicht von Anfang an, aber durch einen günstigen Zufall. Am Vatertag 2016 traf sich ein kleiner Kreis von zwanzig VFD-Mitgliedern zur Jubiläumsveranstaltung, der Grünlandbegehung. Wir waren bei Christiane Claus und Jürgen Stass zu Gast. Sie stellten eine ihrer Heuwiesen zur umfangreichen Begutachtung zur Verfügung. Den fachlich kompetenten Rahmen stellte Frau Nicke von der saarländischen Landwirtschaftskammer.

Beim Treffpunkt, einem Windrad auf den Hügeln Bervillers, konnte man sich von Anfang an richtig auf “Grün“ einstimmen. Umgeben von nicht nur landwirtschaftlichen Flächen und echter Kulturlandschaft, zogen wir von unserem windexponierten Standort zu einer besonderen Wiese. Auf dieser dominierte die Farbe gelb, durch die zahlreichen Schlüsselblumen und Löwenzahn. Zum Sommer hin wird sie zu einer richtig blumen-bunten Wiese. So wie es Ökologen lieben, eine Magerwiese in einem Naturschutzgebiet- also ein idealer Beginn einer Lehrveranstaltung ;-)

Bereits beim VFD-Infotreff mit Frau Nicke gab es Vieles zu Grünland zu berichten und der interessierte Laie lernte schon einiges zur Begutachtung des Grünlandes. Darauf bauten wir gleich zu Beginn auf und die Gruppe hangelte sich entspannt an dem Bewertungs-Schema für landwirtschaftliche Nutzflächen entlang. Wichtigster Punkt, die Bestimmung des Bestandes. Dazu reicht ein Blick über die Fläche, denn hier ist der Glanz der Wiese entscheidend. Durch die glänzende Unterseite verschiedener nährstoffhaltiger Gräser kann die Wertigkeit der Wiese und somit die Nahrhaftigkeit des Heues oder Weidefläche bestimmt werden. Auch die Bestimmung der Anteile von Gras, Kräutern und Leguminosen an der Gesamtfläche stellen wichtige Indikatoren der Wertigkeit dar.

Nun, es glänzte, jedoch machte unsere Wiese in punkto Leguminosen echte Abstriche. Aber, das tut sie zu Recht! Denn zum Einen soll ein struktur- und kräuterreiches, eiweißarmes Heu aus den Flächen gewonnen werden, zum Anderen wird auf Düngung verzichtet, was den Anforderungen an eine Landschafts-Schutzgebiets-Wiese Folge leistet. Kurzum perfekt für die Pferdehaltung.

Schon konnte in die Bestimmung der Arten eingestiegen werden. Bei der Grasbestimmung ging es ans Eingemachte- natürlich nicht für unsere Instruktorin. Aber wir lernen aus welch wundersamen Dingen Gräser noch bestehen, außer dass sie lang, schmal und grün sind… Da sind Öhrchen, Härchen und Häutchen, das Blatt hat mit Riefen oder ist vollkommen glatt. Es faltet sich während des Wachstums aus oder ist gerollt oder trägt eine zarte Behaarung auf den Blättern.

Anhand dieser Merkmale gelingt es verschiedene Gräser treffsicher zu bestimmen und das, obwohl der Blütenstand noch nicht zu sehen ist- großes Kino will ich meinen.

Frau Nicke animierte immer wieder vom Standpunkt Pferd aus zu denken, was könnte das Gras mitbringen, damit es gerne oder auch nicht gefressen wird? Eins vorweg, das wollige Honiggras scheidet aus…einfach viel zu pelzig…

Da es sich um eine Naturschutzwiese handelt, fanden sich auch vorwiegend Gräser, die einen mittleren Nährstoffgehalt haben, wie verschiedene Trespen, Goldhafer oder das Ruchgras. Es belohnt den Finder mit einem zarten Duft nach Waldmeister wenn das zarte Blättchen gerubbelt wird. Das deutsche Weidelgras war- wie zu erwarten nicht zu sehen…

Dazwischen eingestreut einige Kräuter. Auch hier gab es viel zu entdecken, Löwenzahn aus verschiedenen Familien wie den Pippau und den normalen Löwenzahn. Pflanzen, die leicht verwechselt werden können, wie Wiesenlabkraut und Klettenlabkraut, die wilde Möhre und der Wiesenkerbel. Unterschiede arbeitete Frau Nicke gut verständlich heraus und gab gute Unterscheidungsmerkmale.

Besonders beeindruckte mich der Vergleich zwischen einer weiteren Naturschutzwiese und der direkt daneben liegenden konventionell bewirtschafteten Wiese. Der Bewuchs der konventionellen Wiese war üppiger, voluminöser und einheitlich Grün, also sortenärmer. Der ökologische Pendant wies vielfältigere Grüntöne auf, der Bewuchs war strukturreicher und der Aufwuchs geringer.

Apropos üppig und nährstoffreich, nach der wirklich sehr lehreichen Exkursion verwöhnten uns die Gastgeber mit üppigen französischen Leckereien, egal ob herzhaft oder süß, alles lud zum Schlemmen, gemütlichen Zusammensitzen und fachsimpeln ein.

Wer nun schon das Gras wachsen hört, der sei gewarnt! Denn es geht weiter. Im nächsten Jahr wird es eine weitere Veranstaltung mit unserer praxisorientierten Dozentin Frau Nicke geben. Diesmal geht es um die präzise, selbständige Bestimmung von Gräsern anhand des Bestimmungsschlüssels- ich bin gespannt!

Ein Dank an die „Uelzener-Versicherung“, den Haupt-Sponsor der VFD-SAAR-Jubiläumsveranstaltungen, die die Kosten des großen Buffets mit trug.

Julia Franke

   
© VFD-Landesverband Saar