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Potzbergritt

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Mit Daggi

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Im Saarland wohnt ja irgendwie jeder nahe einer Grenze, aber ich, wohnhaft in Niederkirchen im Ostertal, kann tatsächlich in die Pfalz spucken…..oder reiten. Genauer gesagt ist es das Nordpfälzer Bergland, das vor meiner Haustüre liegt. Noch genauer gesagt, ist es das Kuseler Musikantenland, das auf mich einen unwiderstehlichen Reiz ausübt. Lockt es doch mit ausgedehnten schönen Wegen durch seine Wälder und über seine Berge, mit einer wunderschönen Aussicht, vielleicht auf eine der Burgen oder auf eine der anderen Sehenswürdigkeiten.

 

Für den VFD-Ritt vom 9.-11. August konnte ich zu meiner Freude Andrea und Gaby Merges nicht nur als Gastgeber gewinnen. Die beiden haben mich und meine Reiterschar auch bei den Tagesausritten begleitet und uns, oft auf verborgenen, geheimen Wegen, die Schönheiten ihrer Heimat gezeigt.

In Friedelhausen, am Fuße des Potzberges, liegt das Quartier der Familie Merges. Sie sind u.a. Mitglied der VFD und bei“ Urlaub zu Pferd“, in diesem Fall natürlich „Pfalz zu Pferd“.

Ihr findet sie unter www.fn-reitbetrieb-merges.info

Oder in Facebook unter Fn Reitbetrieb Friedelhausen

Die Pferde hatten großzügige Paddoks zu ihrer Verfügung und zusätzlich genügend Heu. Sogar den Luxus eines Waschplatzes konnten wir nach dem Reiten nutzen, was den Pferden eine Stechmücken-Plage ersparte. Die Reiterinnen waren in gemütlichen Mehrbettzimmern untergebracht. Bei diesem Ritt gab es nicht einmal den obligatorischen Quotenmann, nur für das Lagerfeuer hatten wir Hannes engagiert. Das war eine gute Wahl, denn er nahm den Job gleich so ernst, dass nicht einmal das abends einsetzende, recht heftige Gewitter den Flammen etwas anhaben konnte.

Am ersten Tag erkundeten wir mit Andrea den gesamten Potzberg. Hoch, runter und wieder hoch und wieder zurück. Das Tempo war eher mäßig, denn es war schwül heiß und die Pferde und auch die meisten Reiter lernten sich nun erst kennen. Beim Smal-Talk stellten wir fest, wer aus dem Saarland kam und wer aus der Pfalz. Der Cup ging knapp an die Pfälzer, wobei diese auch einen Heimvorteil hatten. Wir besuchten den Wildpark und amüsierten uns so lange beim Reiten und beim Babbeln, bis wir Hunger bekamen und heim zum grillen wollten. Der Abend war sehr lustig und kurzweilig. Es ist immer wieder ganz erstaunlich, über was sich Pferdeliebhaberinnen alles unterhalten können: Pferde, Pferde, Pferde……….

Der zweite Tag war mit ca. 25 km und flotten Tempo schon anspruchsvoller. Doch die Luft war durch das Gewitter angenehm frisch und kühl, so dass Ross und Reiter die Strecke mit all ihren Geländeschwierigkeiten prima bewältigen konnten. Außerdem kehrten wir in der Pause in Ulmet im Landgasthaus „Zum Steinernen Mann“ ein, während die Pferde nebenan bei Rolf, einem sehr netten, befreundeten Pferdemann, ruhen durften. Das gute Essen gab uns Motivation und Kraft für den Nachhauseweg, bei dem wir zu unserem großen Vergnügen noch mit den Pferden im Reichenbach baden konnten.

Am Abend besuchten wir den Pörrbacher Hof in Schwedelbach, ca. 12 km von Friedelhausen entfernt, diesmal ohne Pferd. Doch der Wirt begrüßt auch gerne Reiter als seine Gäste. Für deren Vierbeiner stellt er mit Freude eine Wiese zur Verfügung, während einer kulinarischen Pause. Satt und fröhlich ließen wir diesen Abend ohne Feuer im Reiterstübchen ausklingen. Manche von uns frönten noch einem leckeren Tröpfchen, denn schließlich waren wir in der Pfalz. Andere durchstöberten fasziniert das Sattel-und Zaumzeug-Arsenal. Da Gaby ein Fan der Camargue ist, diese Region regelmäßig besucht und nicht nur Pferde mit nach Friedelhausen gebracht hat, gibt es in ihrem Refugium interessante Schmuckstücke zu finden.

Am dritten Tag ritten wir mit Gaby, Sarah und Rabea nach Jettenbach ans Sportheim. Dort trafen wir Uwe Frank aus Aschbach und seine Reiterriege. Auch Uwe ist Mitglied bei „Pfalz zu Pferde“ und im vorigen Jahr war er mit seinem Pferd Amy Besucher bei mir am Stall. Die Gastgeber versorgten uns mit genügend Wasser für die Pferde. Bei mittlerweile 30 Grad und 15 Pferden war diese Angelegenheit schon eine Herausforderung, die aber mit Enthusiasmus gemeistert wurde. Die Reiter indes saßen in einem gemütlichen Ambiente bei leckerer Pizza oder anderen mediterranen Speisen. Nach insgesamt 23 km kamen wir gerade rechtzeitig nach Friedelhausen zurück, um nach dem liebevollen Versorgen unserer treuen Pferde bei Kaffee und Kuchen zusammen zu sitzen. Wir ließen das Wochenende zufrieden Revue passieren. Pläne für die nächsten Monate und das neue Jahr wurden geschmiedet, manche wurden sogar konkretisiert.

Dann ging es für alle nach und nach wieder nach Hause. Es war ein tolles Reiterwochenende, bei dem viel geritten und viel geschmaust wurde. Neue Freundschaften wurden geschlossen und es wurde viel gelacht. Eine Erholung vom Alltag und ein Erlebnis mit dem eigenen, geliebten Pferd, das zusammen schweißt. So soll es sein!

Dagmar Cullmann, Sportwartin

 

   
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